- Notbremse in Chemnitz: Zwei Mädchen liefen auf die Gleise. Ein Lokführer stoppte den Regionalexpress. Die Bundespolizei warnt vor Lebensgefahr.
Lebensgefahr! Zwei Mädchen auf den Gleisen
Dieser elende Leichtsinn! Zwei Mädchen, 11 und 12 Jahre alt, laufen in Chemnitz auf die Bahngleise, bringen sich in Lebensgefahr – und haben Glück, dass der Lokführer so schnell reagiert.
Der Regionalexpress war am Dienstagabend gegen 18 Uhr gerade aus dem Chemnitzer Hauptbahnhof gefahren. Ziel: Zwickau. Doch zwischen Hauptbahnhof und Chemnitz-Mitte kam die Warnung: Kinder im Gleisbereich. Der Lokführer musste den Zug mit einer Notbremse zum Stehen bringen.
Bundespolizei holt Kinder von den Schienen
Die Leitstelle der Bundespolizeiinspektion Chemnitz war über die Mädchen informiert worden. Einsatzkräfte vom Hauptbahnhof rückten aus und fanden die beiden Kinder unverletzt im Gleisbereich. Die Beamten brachten sie zunächst zur Dienststelle. Später wurden die Mädchen ihren Eltern übergeben. Warum sie auf den Gleisen waren, wird noch ermittelt.
15.000 Volt Lebensgefahr
Die Bundespolizei warnt nach dem Vorfall erneut eindringlich vor dem Aufenthalt auf Bahnanlagen. Züge nähern sich oft fast lautlos. Für 100 Meter brauchen sie nur etwa zwei Sekunden. Bremsen können sie trotzdem erst nach langer Strecke. Auch die Oberleitungen sind lebensgefährlich. Dort liegt eine Spannung von 15.000 Volt an. Nicht nur Berühren kann tödlich enden. Schon die bloße Annäherung kann reichen.
