- Nach einer Zugkontrolle ohne Ticket sind am Hauptbahnhof Chemnitz Polizisten angegriffen worden. Ein Tatverdächtiger ist an Hepatitis C erkrankt.
Hepatitis-Alarm im Hauptbahnhof
Ein mit Hepatitis C (Gelbsucht) erkrankter Tunesier hat am Dienstagmorgen im Chemnitzer Hauptbahnhof Polizisten angegriffen. Zuvor war der 42-Jährige gemeinsam mit einer 48-jährigen Tunesierin im Regionalexpress von Leipzig nach Chemnitz ohne gültigen Fahrschein kontrolliert worden.
Nach Angaben der Bundespolizei hatte eine Zugbegleiterin die beiden gegen 8 Uhr überprüft. Weil sie kein Ticket vorzeigen konnten, informierte die Bahnmitarbeiterin die Bundespolizei am Chemnitzer Hauptbahnhof.
Widerstand bei der Kontrolle
Als der Zug in Chemnitz ankam, wollten die Beamten die Personalien des Mannes und der Frau feststellen. Dabei kam es laut Bundespolizei zu massiven Widerstandshandlungen. Die Einsatzkräfte wurden demnach bespuckt und getreten. Außerdem wurde ein Beamter gebissen. Die beiden Tatverdächtigen wurden anschließend zur weiteren Bearbeitung auf die Dienststelle am Hauptbahnhof gebracht.
Beamte vorsorglich im Krankenhaus
Dort stellten die Beamten fest, dass der 42-Jährige an Hepatitis C erkrankt ist. Vier betroffene Polizisten wurden deshalb vorsorglich in einem nahegelegenen Krankenhaus behandelt. Gegen den Mann und die Frau laufen nun mehrere Ermittlungsverfahren. Es geht unter anderem um Erschleichen von Leistungen, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und gefährliche Körperverletzung.
Die Bundespolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
