- Hier, am Kreisverkehr in Werdau-Sorge, würde die Mitteltrasse weitergebaut werden, sollte Sachsen auf Zwickau und Werdau hören.
Zwickau sagt generell Ja zu zwei Großprojekten mit Pro und Kontra
Nach Werdau hat jetzt auch Zwickau zwei Großprojekten prinzipiell zugestimmt: dem Gewerbestandort in der Nähe des Pleißencenters und dem Lückenschluss der Mitteltrasse. Die beiden Grundsatzbeschlüsse vorige Woche im Stadtrat bedeuten, dass diese Vorhaben weiter auf der Agenda stehen, aber nicht, dass sie umgesetzt werden.
Die Entscheidung zum Gewerbegebiet sei der Grundstein für weitere Verhandlungen mit Werdau, sagte Baubürgermeisterin Silvia Queck im Stadtrat, und es werden Schritte unternommen, um zu prüfen, ob der Standort geeignet ist. CDU-Stadtrat Benjamin Strunz verwies auf das Verkehrschaos, das häufig in Marienthal herrscht – für ihn sei es eine Bedingung, dass die S293, also die Mitteltrasse, fertig ist. Weiter nannte er den Lärm in der Nähe vom HBK als Problem und bat die Verwaltung, in erster Linie den Standort im Osten (Lippoldsruh) voranzubringen.
Die Mitteltrasse endet aktuell am Kreisverkehr in Werdau-Sorge oder beginnt dort. Um Zwickau zu entlasten, ist immer wieder der Lückenschluss im Gespräch, also die Weiterführung von der B175 bis zur B93. Da es sich um eine Staatsstraße handelt, entscheidet hier Sachsen. Mit Blick auf den neuen Landesverkehrsplan gibt Zwickau jetzt in Richtung Freistaat ein Signal ab, dass die Stadt diesen letzten, noch fehlenden Abschnitt der Schnellstraße befürwortet. Zugleich wird klar für eine Variante der Trassenführung plädiert: Die Mitteltrasse soll in der Nähe des Industriestandortes Mosel an die B93 angebunden werden.
Für das Bekenntnis zu diesem Lückenschluss stimmte die deutliche Mehrheit (33 Ja-Stimmen). Es gab neben vier Enthaltungen, aber auch drei Nein-Stimmen. Zu den Gegnern gehört Friedrich Hähner-Springmühl. Als Gründe nannte der CDU-Stadtrat die negativen Folgen für die Bevölkerung im ländlichen Raum (Königswalde), für die Umwelt und das Landschaftsschutzgebiet.
