- Die behelmten Beamten waren selbst auch stets bereit, eventuell fliehende Täter mit dem Fahrrad zu verfolgen.
- Martin Sauter, der Leiter der Verkehrspolizeiinspektion Leipzig, hat am Dienstag den Einsatz am Wilhelm-Leuschner-Platz persönlich geleitet.
Zweiräder im Visier: Hunderte Kontrollen und über 200 Verstöße in Leipzig
Bei der bundesübergreifenden Verkehrssicherheitsaktion „sicher.mobil.leben“ sind in Leipzig am Dienstag mehr als 200 Verstöße festgestellt worden. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf Zweirädern – also Fahrrädern, E-Scootern und Motorrädern. Ein Grund dafür: Die Zahl der bei Unfällen verletzten Fahrradfahrer im Bereich der Polizeidirektion Leipzig ist im vergangenen Jahr gestiegen.
Die Aktion geht auf einen Beschluss der Innenministerkonferenz zurück und wird seit 2018 jährlich durchgeführt – jedes Jahr mit einem anderen Fokus. Das diesjährige Motto „Zweiräder im Blick“ wurde von Hamburg (Bundesland) festgelegt.
Über 200 Verstöße
In Leipzig waren insgesamt 62 Einsatzkräfte im Einsatz. Kontrolliert wurden rund 400 Fahrzeuge, darunter vor allem Fahrräder. Das Ergebnis: 227 Regelverstöße, vor allem von Radfahrern. Viele nutzten verbotenerweise Gehwege oder fuhren auf der falschen Straßenseite. Auch Rotlichtverstöße wurden mehrfach registriert, dafür droht den Radfahrern mindestens ein Punkt in Flensburg (bei Besitzt einer Fahrerlaubnis) und 60 Euro Bußgeld.
Deutlich seltener fielen E-Scooter- und Motorradfahrer auf. Neben der Ahndung von Verstößen ging es bei der Aktion auch darum, die Verkehrssicherheit der Fahrzeuge zu überprüfen und das Bewusstsein für sicheres Verhalten im Straßenverkehr zu stärken.
Helm hilft!
„Wir beobachten in unseren Verkehrsberichten eine steigende Anzahl an schwer- oder leichtverletzten Radfahrenden“, so Martin Sauter, der genderbewusste Leiter der Verkehrspolizeiinspektion Leipzig. Seine Empfehlung ist daher klar: Die Nutzung eines Fahrradhelms! Denn genau das könne den Unterschied zwischen einer schweren und leichten Verletzung ausmachen.

