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Zwei Freunde mit einer verrückten Idee

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Diese zwei Dresdner Freunde hatten eine ganz verrückte Idee: Celine und Marcel haben sich vorgenommen, alle Straßenbahnlinien in Dresden abzulaufen.

Woher kommt die Idee?

Inspirieren lassen haben sie sich von der Influencerin Maren Schiller, verrät Celine. „Sie hat’s in Berlin mit den U-Bahnen gemacht und wir dachten, in Dresden haben wir noch nicht alles von der Stadt gesehen, also dachten wir, wir erkunden mal die Stadt zu Fuß und was eignet sich besser, als die Straßenbahnlinien abzulaufen?“ Wie passend, dass es in Dresden genau zwölf Straßenbahnlinien gibt, also eine für jeden Monat. „So hab’ ich die Möglichkeit, Celine wenigstens einmal im Monat zu sehen“, ergänzt Marcel ironisch.

Der Plan hinter der Reihenfolge

Celine und Marcel haben sich die Linien nach Distanz geordnet – von der kürzesten zur längsten. So „wärmen“ sich die zwei für die ganz großen Herausforderungen etwas auf. Allerdings wird das Duo die längsten Distanzen wahrscheinlich im Spätsommer in Angriff nehmen. „Die Linie 4 mit 30 Kilometern im Dezember abzulaufen wäre wahrscheinlich nicht so gut für die Gelenke“, erklärt Marcel. Bis jetzt haben die zwei die Linien 10, 8 und 3 geschafft. In welche Richtung die Wege zurückgelegt werden, entscheidet sich anhand der Höhenmeter – je komplizierter und anspruchsvoller, desto besser. Letztendlich werden Celine und Marcel insgesamt 213 Kilometer bewältigen.

Welche Linie ist in Erinnerung geblieben?

Die anspruchsvollste Linie war bis jetzt die Linie 3, erinnert sich Marcel. Vor allem die Höhenmeter nach Coschütz seien besonders anstrengend gewesen. „Da hat man sich viel beschwert und es wurde viel gemeckert“, schmunzelt Celine.

Marcel und Celine zur Linie 3

Was kommt nach den Straßenbahnen?

Und was kommt, wenn alle Straßenbahnlinien abgelaufen sind? Celine hat da schon genaue Vorstellungen. Die Buslinien haben es ihr bereits angetan. Besonders, weil die aufgrund des Ersatzverkehrs gern mal extra länger und spannender werden können. Auch mit den S-Bahn-Linien liebäugelt Celine. Die S1 ist mit 77 km mehr als doppelt so lang wie die längste Straßenbahnlinie. Marcel ist davon noch nicht ganz überzeugt.

Wie motiviert ihr euch?

Celine und Marcel sind beide sehr ehrgeizige Personen. Das helfe ihnen, nicht die Motivation zu verlieren. Die Option aufzugeben, bestehe nicht. „Im Notfall schleppen wir uns gegenseitig“, so Celine. „Irgendwann machen die Beine eh, was sie wollen“, ergänzt Marcel. Die beiden sind keine Laufanfänger. Celine trainiert schon seit rund vier Jahren, Marcel hat schon in der Corona-Pandemie damit angefangen. Besonders sogenannte „Laufclubs“ hätten ihnen geholfen, mit dem Laufen anzufangen.

Celine und Marcel verraten, wie sie motiviert bleiben
Celine lädt zum Mitlaufen ein

Begleiten auf Social Media

Auf Instagram unter @celinehandschuh und @knopyi kann die Community per Social Media quasi hautnah bei den Läufen dabei sein. Dort teilen die beiden in kurzen Videos ihre Reise und ihre Erfahrungen.