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Zoff um Leipziger A14-Anschlussstellen
Streit um die A14-Anschlussstellen im Nordwesten von Leipzig: Die Stadt kritisiert Pläne der Autobahngesellschaft, die Anschlussstellen Leipzig-Nord und Schkeuditz zu nur einer Auf-und Abfahrt an der Radefelder Allee zusammenzulegen.
Wettbewerbsnachteil für wichtigen Wirtschaftsstandort
Die Region ist ein besonders wichtiger Wirtschaftsstandort. Flughafen, Porsche-Werk oder Güterverkehrszentrum: Mehr als 20.000 Menschen arbeiten hier. Eine schlechtere Anbindung gefährde den Standort und würde einen Wettbewerbsnachteil bedeuten, heißt es von der Stadt. Denn wenn aus zwei Anschlussstellen nur eine wird, schaffe man sehenden Auges ein Nadelöhr, sagt Leipzigs Wirtschaftsbürgermeister Clemens Schülke. Ein querstehender Lkw etwa würde reichen, um die Verkehrsströme und damit die Firmen von der A14 abzuschneiden.
Baubürgermeister Thomas Dienberg erklärt dazu: „Leider ist die Autobahn GmbH nicht bereit, sich mit den Themen vor Ort auseinanderzusetzen. Ein Gesprächsangebot unsererseits wurde auf die lange Bank geschoben. Der Vorschlag der Autobahn GmbH verkennt die Anforderungen vom Flughafen, Porsche und weiteren Partnern.“ Außerdem behindere die Planung die langfristige Entwicklung des Wirtschaftsstandorts.
Kritik kommt auch von anderen Stellen
Ihre Kritik hat die Stadt jetzt in einer ausführlichen Stellungnahme an die Autobahn GmbH geschickt. Daran beteiligt hätten sich viele Unternehmen, Fachämter und „Nordraum-Akteure“. Unterstützt wird das Ganze auch von der Stadt Schkeuditz, dem Landkreis Nordsachsen, den Wirtschaftskammern sowie Flughafen Leipzig/Halle.
