Zoff um Bildungsticket bedroht DVB-Angebot
Das Bildungsticket für Schüler wird zur Kostenfalle für die Dresdner Verkehrsbetriebe. Weil der Freistaat die seit Jahren bestehende Finanzierungslücke nicht schließt, drohen weitere Einschnitte.
Der Freistaat hat zwar angekündigt, den Preis des Bildungstickets zum Schuljahr 2027/2028 um monatlich vier Euro zu erhöhen. Gleichzeitig plant er dafür aber die dafür gewährten Ausgleichszahlungen des Freistaats anteilig zu reduzieren.
Prognosen der Stadt zufolge müssten die DVB in der Folge ihr Angebot bei Bus und Bahn um zehn Prozent reduzieren. Das Bildungsticket sei politisch gewollt und wichtig für die Unterstützung der Jugend, erklärte OB Hilbert. Wer es will, müsse es aber auch solide finanzieren.
„Ich sage es ganz deutlich: Mit dieser Entscheidung stiehlt sich die Landesregierung erneut aus der Pflicht, für eine Leistung zu bezahlen, die sie selbst bestellt“ erklärt Hilbert. „Sie will sogar noch den Anschein erwecken, die Kommunen zu entlasten. Dabei wird die angekündigte Preiserhöhung auf 19 Euro erst im kommenden Jahr, von der sich der Freistaat dann selbst den überwiegenden Teil abzweigt, der Finanznot im ÖPNV vor Ort in keiner Weise gerecht.
Der reale Preis nach Inflation beträgt für das Ticket inzwischen 21 Euro. “Das muss uns auch voll zur Verfügung gestellt werden oder der Freistaat bezahlt es selbst aus eigenen Mitteln„, so der OB.
