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  • Trotz Regen! Chemnitz verbietet bis Ende Oktober die Entnahme von Wasser aus Bächen und Flüssen.

Wasser Stopp! Chemnitz verbietet die Entnahme

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Ab Freitag darf in Chemnitz kein Wasser mehr aus Bächen, Flüssen, Gräben und Teichen abgepumpt oder abgeleitet werden. Auch kleine Mengen, die zum Beispiel in eine Gießkanne oder einen Eimer passen, dürfen nicht entnommen werden. Die Regelung gilt bis 31. Oktober. 

Wer gegen das Verbot verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Dafür kann ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro verhängt werden.

Pumpen, Schläuche und Eimer verboten

Das Verbot betrifft Pumpen, Leitungen und Schläuche. Es gilt aber auch für das Schöpfen mit Handgefäßen. Betroffen sind Eigentümer und Anlieger sowie alle anderen, die Wasser für den eigenen Bedarf entnehmen wollen. Selbst an Stellen, an denen Bäche oder Flüsse noch ausreichend Wasser führen, darf nichts entnommen werden. Auch das Anstauen von Gewässern ohne wasserrechtliche Erlaubnis ist untersagt. Das Gleiche gilt für den Bau nicht genehmigter Anlagen im Wasser.

Mehr Wasser verdunstet

Die Stadt begründet die Maßnahme mit der trockenen und warmen Witterung. Momentan verdunste mehr Wasser, als durch Niederschläge nachkomme. Die aktutelle Wetterlage reiche nicht für dauerhaft hohe Pegelstände aus. Hinzu komme ein Niederschlagsdefizit aus dem vergangenen Jahr. Nach Angaben der Stadt führen die Fließgewässer im Stadtgebiet deshalb erneut sehr wenig Wasser. Eine längere Phase mit ergiebigem Regen sei nicht absehbar.

Fische und Kleinstlebewesen gefährdet

Sinkt der Wasserstand, erwärmt sich das Wasser schneller. Der Sauerstoffgehalt nimmt ab. Algen wachsen stärker. Fische und Kleinstlebewesen können sterben.