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Waldbrände in Nordsachsen nehmen zu

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Die Waldbrandsaison im Landkreis Nordsachsen ist seit diesem Monat beendet. Die Untere Forstbehörde (UFB) zieht eine Bilanz mit mehr Bränden als im Vorjahr, aber dafür vergleichsweise geringen Schäden. Insgesamt wurden in diesem Jahr 22 Waldbrände registriert – und damit doppelt so viele wie 2025.

Die größte betroffene Fläche gab es Ende Juli in Döbrichau. Dort brannte es auf zwölf Hektar, wobei rund 800 Kubikmeter Holz mit Rinde verbrannten. Die übrigen 21 Brände betrafen zusammen eine Fläche von 2,3 Hektar.

„Das ist ein sehr geringer Wert, der auch auf das rechtzeitige Erkennen und Lokalisieren durch unser Frühwarnsystem und auf das schnelle Eingreifen der Feuerwehren zurückzuführen ist. So hielten sich die Schäden in Grenzen“, sagt Anja Behrens, Leiterin der Unteren Forstbehörde.

Fünf Kamerastandorte überwachen die Wälder

Für die Früherkennung nutzt der Landkreis ein automatisches Waldbrandfrühwarnsystem (AWFS). Es verfügt über fünf Kamerastandorte in Tiefensee, Wöllnau, Roitzsch, Beilrode und Schmannewitz.

Ab Waldbrandgefahrenstufe 2 beobachten täglich drei Mitarbeiter der Unteren Forstbehörde die Livebilder an Monitoren in Eilenburg. Das System erkennt Rauchentwicklungen, die bereits in der frühen Phase eines Brandes entstehen können.

Allerdings muss jede Meldung überprüft werden. Denn nicht jede Rauch- oder Staubentwicklung deutet auf ein Feuer hin. Auch die Staubfahne eines Traktors oder Wettererscheinungen können einen Alarm auslösen.

In der Hochsaison gingen täglich mehr als 1.000 Meldungen ein. An zwei Tagen waren es sogar mehr als 2.500.

Die meisten Brände gab es im Juli

Der Juli war mit neun Waldbränden der Monat mit den meisten Einsätzen im Forst. Erfreulich aus Sicht der Unteren Forstbehörde: Selbst während der höchsten Waldbrandgefahrenstufe 5 wurde nur ein Brand registriert. Dabei war eine Fläche von knapp 150 Quadratmetern betroffen.

Die Waldbrandsaison dauert normalerweise vom 1. März bis zum 30. September. In diesem Jahr blieb das Frühwarnsystem allerdings länger in Betrieb. Weil Anfang Oktober weiterhin die Gefahrenstufe 2 galt, wurde es bis zum 8. Oktober genutzt.

Auch zum Ende der regulären Saison brannte es noch mehrfach: Ende September wurden drei weitere Waldbrände registriert, Anfang Oktober kam ein weiterer hinzu.

Die Bilanz der Unteren Forstbehörde zeigt damit: Obwohl die Zahl der Brände gestiegen ist, konnten größere Schäden – abgesehen vom Feuer in Döbrichau – durch frühzeitige Erkennung und schnelle Löscharbeiten begrenzt werden.