- Das Volkshaus Weißwasser stand im April 2021 lichterloh in Flammen. Jugendliche sollen das Feuer gelegt haben. Der Prozess gegen die mutmaßlichen Täter soll im Frühjahr beginnen. (Archivbild)
Volkshausbrand Weißwasser: Prozess beginnt im Frühjahr
Knapp zwei Jahre nach dem Volkshausbrand in Weißwasser müssen sich die mutmaßlichen Brandstifter bald vor Gericht verantworten. Gegen drei 16, 17 und 20-Jährige aus Weißwasser und Bautzen wurde Anklage erhoben. Der zuständige Richter hat die Hauptverhandlung nun zugelassen.
Der Prozess gegen die Jugendlichen soll voraussichtlich im Mai oder Juni beginnen, erfuhren wir auf Nachfrage. Geprüft werde allerdings noch, ob die Verhandlung öffentlich sein wird.
Die drei Angeklagten sollen das seit Jahren leerstehende Gebäude im April 2021 angezündet haben. Es stand lichterloh in Flammen. Der Teil mit dem Veranstaltungssaal brannte völlig aus. Derzeit führt die Stadtverwaltung einen Streit mit der Versicherung zur Übernahme der Kosten für Sicherung und Wiederaufbau. Allein die Beseitigung der Brandschäden, die Sicherung und die Planungsleistungen werden mit rund 450.000 Euro beziffert. Ein Wiederaufbau würde – grob geschätzt - 3,6 Millionen Euro kosten.
Das Volkshaus habe eine „wichtige Scharnierfunktion“, so Oberbürgermeister Torsten Pötzsch. Das 1928 im Bauhausstil errichtete Gebäude befinde sich auf der „Achse der Moderne“ zwischen Gelsdorfhütte, Bahnhof und Neufert-Bau, erklärt Baubürgermeisterin Dorit Baumeister. Daran erinnert eine Infotafel am Gebäude.
