Vermisste Dresdnerin: Knochenfunde an der Begerburg
Vor zwei Jahren ist eine 43-Jährige aus Dresden Dölzschen auf mysteriöse Weise verschwunden. Die Fahndung nach der vermissten Corina Niemand brachte bis jetzt keine Ergebnisse, doch nun bekommt der Fall eine neue Wendung.
Im Frühjahr fand der Eigentümer eines Grundstücks unterhalb der Begerburg in Dölzschen einen menschlichen Knochen. Rechtsmediziner konnten ihn zweifelsfrei der Vermissten zuordnen. Die Polizei suchte das unwegsame und felsige Gelände oberhalb der Tharandter Straße im Plauenschen Grund nach neuen Hinweisen ab, fand jedoch keine weiteren Spuren - weder Knochen noch Teile der Bekleidung. Der Fundort des Knochens befand sich nur wenige hundert Meter Luftlinie von der Wohnung der Vermissten entfernt.
Ermittler vermuten Tötungsdelikt
Die Ermittler gehen inzwischen davon aus, dass Corina Niemand nicht mehr am Leben ist. Dennoch sind die Umstände ihres Verschwindens weiterhin unbekannt. Ein Unglück bei einem Spaziergang ist eher unwahrscheinlich. Durch die bisherigen Ermittlungen lassen sich weder ein Suizid noch eine Straftat als Ursache ausschließen.
Die damals 43-Jährige wurde letztmalig am Morgen des 23. März 2024 in der eigenen Wohnung gesehen. Mögliche Hinwendungsorte wurden durch die Polizei geprüft. Dabei erstreckten sich die Ermittlungen bis nach Spanien und Hawaii, wo die Vermisste während ihres Studiums zeitweise lebte.
Die Kripo sucht Zeugen, die am Morgen des 23. März 2024 im Bereich der Begerburg verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Die Ermittler suchen auch weiter nach Zeugen, die Angaben zum Verbleib der Vermissten machen können – insbesondere wo und wann sie letztmalig gesehen wurde. Vor dem Hintergrund wird die Dresdner Polizei am Mittwoch, den 8. Juli 2026 den aktuellen Ermittlungsstand in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… Vermisst“ vorstellen.
Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen.
Die 43-Jährige ist etwa 1,70 Meter groß, schlank, hat braune Augen und mittellanges schwarzes Haar. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens trug sie einen knielangen schwarzen Steppmantel, Stiefel mit Fellbesatz und rote Wollhandschuhe.
