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Verbietet Dresden die vielen Ferienwohnungen?
Die Debatte um die vielen Ferienwohnungen in Dresden geht weiter. In einer öffentlichen Anhörung im Rathaus sprachen sich mehrere Experten dafür aus, die Zweckentfremdung von Wohnraum per Satzung zu verbieten. Sie verweisen dabei auf die Erfahrungen anderer Städte.
In München, so berichtete ein Vertreter der dortigen Verwaltung, konnten im letzten Jahr so über 500 Wohnungen für den Wohnungsmarkt gerettet werden.
Die Grünen fordern einen schnellstmöglichen Beschluss einer solchen Verbotssatzung. „Ob die Satzung für das ganze Stadtgebiet gelten muss oder ob man beispielsweise die Ortschaften ausnimmt, kann man diskutieren. Dazu sind wir gesprächsbereit“, erklärte Andrea Mühle von den Bündnisgrünen. „Schon heute ist der Umzug innerhalb Dresdens nur schwer möglich und für viele ein Armutsrisiko. Wer seine Wohnung nicht zwingend wechseln muss, bleibt wohnen.“
Die Anzahl der Ferienwohnungen in Dresden steigt. Ende 2019 waren rund 1.400 Angebote registriert. Inzwischen sind es fast doppelt so viele. Das entspricht rund 0,7 Prozent des gesamten Dresdner Wohnungsbestands. Etwa 85 Prozent davon sind Ein- oder Zweiraumwohnungen. Besonders kleine Wohnungen sind für viele Wohnungssuchende schwer zu finden.
