- Ministerpräsident Michael Kretschmer, die Aufsichtsratsvorsitzende Susanne Schaper und Dr. med. Jan Ernstberger, Medizinischer Geschäftsführer der Poliklinik gGmbH Chemnitz, während einer Führung durch die moderne Radiologie der Praxiswelt. Die Gäste erhielten Einblicke in das ambulante Versorgungskonzept und die moderne medizinische Ausstattung.
Unsere neue Poliklinik: copy and paste in Chemnitz
copy and paste in Chemnitz oder besser: Anschauen in Chemnitz und Nachbauen. Genau dieser Satz liegt in der Luft, als Ministerpräsident Michael Kretschmer, Aufsichtsratsvorsitzende Susanne Schaper und Dr. Jan Ernstberger durch die moderne Radiologie der neuen Praxiswelt im Johanniskarree gehen. Das Foto zeigt keinen steifen Pflichttermin. Es zeigt neugierige Blicke, moderne Technik und einen Ort, an dem die Medizin von morgen schon heute greifbar wird. Wer dort steht, merkt schnell: Hier geht es nicht nur um Räume. Hier geht es um ein neues Versprechen für Chemnitz.
Ein Gesundheitsort im Herzen der Stadt
Die Poliklinik gGmbH Chemnitz hat ihre Praxiswelt im Johanniskarree feierlich eröffnet. Damit ist die größte Investition in der Geschichte des Unternehmens abgeschlossen. 22,3 Millionen Euro flossen in den neuen ambulanten Gesundheitsstandort. Auf rund 10.000 Quadratmetern Nutzfläche und vier Etagen arbeiten nun zwölf Praxiszentren, mehr als 16 Fachrichtungen, rund 40 Ärzte und etwa 145 Mitarbeiter unter einem Dach.
Die Planungen begannen bereits im ersten Halbjahr 2020. Am 15. Dezember 2025 wurde der Rohbau übergeben. Danach folgten der medizinische Ausbau und die Vorbereitung der Inbetriebnahme. Am 2. März 2026 öffnete mit der Radiologie das erste Praxiszentrum. Seit Juli läuft die Praxiswelt im Regelbetrieb.
Kurze Wege statt Medizin-Marathon
Was bedeutet das für Patienten? Weniger Wege, bessere Abstimmung und im besten Fall schnellere Hilfe. Das Hausarztzentrum übernimmt dabei eine Art Lotsenfunktion. Von dort aus können Patienten gezielt in weitere Fachbereiche vermittelt werden. Das klingt technisch, ist aber sehr praktisch: Wer krank ist, will nicht durch die Stadt irren wie durch ein Labyrinth. Er will wissen, wo es weitergeht.
Zum Angebot gehören unter anderem Augenheilkunde, Chirurgie, Endokrinologie, Diabetologie, Frauenheilkunde, Gastroenterologie, HNO, Handchirurgie, Kardiologie, Orthopädie, Radiologie und Urologie. Dazu kommen Ergotherapie, Physiotherapie, medizinische Trainingstherapie, Präventionsangebote und ab Herbst 2026 auch Logopädie.
Moderne Technik und ambulante Operationen
Besonders sichtbar wird der Anspruch in der Radiologie. Dort kommen Projektionsradiographie, CT, MRT und Knochendichtemessung an einem Standort zusammen. Das ist moderne Bildgebung mit kurzen Wegen.
Ein weiterer Baustein ist das ambulante OP-Zentrum in der sechsten Etage. Auf rund 650 Quadratmetern gibt es drei Operationssäle, sechs Ruheplätze und zehn Aufwachplätze mit separatem Kinderbereich. Ergänzend stehen im Praxiszentrum für Chirurgie weitere Eingriffsräume bereit.
Ein Modell zum Nachmachen
Zur Praxiswelt gehören außerdem ein Blutentnahmezentrum, eine zentrale Sterilisation, eine Apotheke, ein Hör- und Sehangebot sowie ein Sanitätshaus. Der Standort ist direkt an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Parkplätze gibt es im angrenzenden Parkhaus und in der Umgebung.
Und damit sind wir wieder beim Anfang. Beim Blick in die Radiologie. Beim Staunen über Technik, Räume und ein Konzept, das größer gedacht ist als ein einzelner Standort. Kretschmer sagte: „Diese Poliklinik, das ist etwas ganz Besonderes, das setzt Maßstäbe.“ Ambulante Versorgung und Krankenhäuser müssten stärker zusammenwachsen. „Und ich denke, Deutschland wird an vielen Stellen so etwas in den nächsten Jahren nachmachen.“
Oder kurz: copy and paste in Chemnitz.
