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  • Kunst für den Chemie-Neubau der TU Chemnitz: Tobias Stengel aus Dresden gestaltet mit „CLOUD“ das Foyer. Der Freistaat Sachsen stellt dafür 125.000 Euro bereit.
  • So wird der 135-Millionen-Euro Neubau der TU Chemnitz an der Reichenhainer Straße aussehen.

Eine blau-grüne Wand für 125.000 Euro

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Die Wand ist blau-grün. Ok, blau-grün mit feinen verschiedenen Facetten. Und sie stammt von einem Künstler: Tobias Stengel aus Dresden hat sein Werk „CLOUD“ genannt - und der Freistaat blättert dafür 125.000 Euro auf den Tisch. 125.000 Euro für das Bild, das das Foyer des neuen Chemie-Neubaus der TU Chemnitz an der Reichenhainer Straße schmücken wird. Der kostet 135 Millionen Euro und soll in drei Jahren fertig sein.

Bei 135 Millionen Euro fallen die 125.000 Euro wohl mit ab. Kunst eben. Kann man machen...

UND: Allein die Beschreibung des Künstlers ist was wert: „Wolkenartige Strukturen breiten sich über die Betonwand aus und bewegen sich zwischen Nano- und Makrokosmos. Ihre scheinbare Selbstorganisation erinnert an Muster der Natur und an wissenschaftliche Bildwelten.“

Die Jury war begeistert und setzte in der Laudation noch einen drauf: „Inhaltlich verankert sich die Arbeit in den elementaren Grundlagen der Chemie – Materie, Pigmente, Wasser und Aggregatzustände (…) Der lasierend geschichtete Farbauftrag (…) macht eine räumliche Tiefe erfahrbar, wodurch Beweglichkeit, Wandelbarkeit und Weite wissenschaftlicher Prozesse räumlich spürbar werden und zudem ein starker, identitätsstiftender Akzent im Gebäude entsteht.“

Kunst für das neue Chemie-Gebäude

Entschieden wurde das Ganze in einem Kunst-am-Bau-Wettbewerb. Der Freistaat Sachsen hatte ihn über den Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement ausgelobt. Von 24 vorgeschlagenen Künstlern wurden acht aus Sachsen und ganz Deutschland eingeladen. Am Ende setzte sich Stengel durch.

In der Jury saßen unter anderem Vertreter der TU Chemnitz, des Wissenschaftsministeriums, des SIB, des Architekturbüros CODE UNIQUE sowie des Landesverbandes Bildende Kunst Sachsen. Den Vorsitz hatte Franziska Möbius aus Leipzig.

Neubau für 135 Millionen Euro

Das Kunstwerk soll voraussichtlich 2029 umgesetzt werden. Dann soll auch der neue Chemie-Bau auf dem Campus West fertig werden. Er entsteht nach einem Architekturwettbewerb aus dem Jahr 2023.

Geplant ist ein viergeschossiges Gebäude mit rund 8.900 Quadratmetern Hauptnutzfläche. Es bekommt Labore, Büros, Lehr- und Praktikumsräume, einen Experimentalhörsaal, Seminarräume und ein Foyer mit Lounge-Charakter. Auch ein Schülerlabor ist vorgesehen.

Im Sockelgeschoss entstehen Werkstätten, Technikflächen und ein Chemikalienlager. Auf begrünten Dächern sind Pausenbereiche mit Blick über den Campus geplant. Der Neubau soll die Naturwissenschaften bündeln und den Campusplatz zwischen Mensa und Hörsaalzentrum abschließen. Finanziert wird das Projekt auch mit EU-Mitteln aus dem EFRE-Programm und mit Steuermitteln des Freistaats.

Übrigens: Ab nächsten Mittwoch sind alle eingereichten Arbeiten im Hörsaalzentrum der Uni an der Reichenhainer Straße zu sehen.