- Polen hat seine Hausaufgaben gemacht: Der Fahrdraht wurde bis zur Mitte des Neiße-Viadukts gezogen. Es fehlen noch gut 700 Meter bis zum Bahnhof Görlitz.
Elektrifizierung der Strecke Dresden-Görlitz: Kleine Schritte
Die Vorplanungen für die Elektrifizierung der Bahnlinie zwischen Dresden-Klotzsche und Demitz-Thumitz sind abgeschlossen. Nun können die Planungen bis zur Baureife beginnen. Noch in diesem Jahr sollen die Vorplanungen auf dem zweiten Abschnitt nach Görlitz aufgenommen werden, und zwar nach Entscheidung der zuständigen Landesgremien, sagte der Bautzener CDU-Landtagsabgeordnete Marko Schiemann.
Er forderte von der Bundesregierung, die in dem 2003 geschlossenen deutsch-polnischen Staatsvertrag verankerte Elektrifizierung der Bahnlinie Dresden-Görlitz umzusetzen. Polen hat bereits seinen Teil erfüllt und den Fahrdraht bis auf die Mitte des Neißeviadukts gezogen. Nun müsse der Bund endlich seine Hausaufgaben erledigen.
Berlin hat eine Entscheidung zum Bau bislang mit Verweis auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis verschoben. Die Planungen wurden inzwischen von Sachsen finanziert. Für den Ausbau müsse aber der Bund die Kosten tragen, so Schiemann.
Gegenwärtig laufen im Görlitzer Bahnhof die Vorbereitungen für die Elektrifizierung bis zur polnischen Grenze. Es handelt sich um einen gut 700 Meter langen Abschnitt. Die Deutsche Bahn will die Arbeiten bis Herbst 2027 geschafft haben. Dann soll der erste Elektrozug aus Polen einfahren.
