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„Tina“ für Görlitz

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 „Stadler“ baut die neuen Straßenbahnen für Görlitz.  Der Zuschlag  für acht Fahrzeuge  wurde heute erteilt. Die neuen Bahnen werden ab 2028 in der Neißestadt rollen. Das teilte heute die Stadtverwaltung mit. 

Görlitz hatte ursprünglich gemeinsam mit Leipzig und Zwickau  den Produzenten „Heiterblick“   mit dem Bau beauftragt. Nach der Insolvenz des Leipziger Unternehmens wurde der Auftrag europaweit neu ausgeschrieben.  Daraufhin meldeten sich anfangs sechs Interessenten, darunter Skoda und ein Hersteller aus Kroatien. 

Die Stadler-Straßenbahnen  - Modell „Tina“ - sind 30 Meter lang und bieten viel Platz für Kinderwagen sowie gehbehinderte Fahrgäste. „Es sind komplett Niederflur-Fahrzeuge mit hoch innovativer Technik“, sagte uns der Geschäftsführer der Görlitzer Verkehrsbetriebe GVB, André Wendler. Die Straßenbahnen werden bei „Stadler“ in Polen hergestellt.

Görlitz lässt sich seine neuen Straßenbahnen maßgeblich aus dem Strukturmittelfonds für die Lausitz finanzieren, den sogenannten Kohlemillionen. Sie werden  mit rund 33 Millionen Euro zu 90 Prozent gefördert. Das Budget werde eingehalten.  „Das konnten wir in intensiven Verhandlungen mit unseren Partnern erreichen“, so Wendler. 

Neben Görlitz lässt auch Zwickau neue  Bahnen bei „Stadler“ bauen. Es handelt sich um einen Gemeinschaftsauftrag.

Audio:

Knut-Michael Kunoth im Gespräch mit dem Geschäftsführer der Görlitzer Verkehrsbetriebe, André Wendler