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  • Eine Krähe verfing sich in Chemnitz in einer Angelschnur. Feuerwehr und Tierrettung befreiten den verletzten Vogel mit einer Drehleiter.

Tierischer Einsatz: Krähe aus Angelschnur gerettet

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Tierrettung und Feuerwehr haben am Sonntag einer Rabenkrähe mitten in der Chemnitzer Innenstadt das Leben gerettet. Der Vogel hatte sich in einer Angelschnur verfangen und hing hilflos über der Chemnitz. Erst mit einer Drehleiter gelang die Befreiung.

Feuerwehr rettet Krähe mit Drehleiter

Unbekannte hatten vorher im Park am Falkeplatz unerlaubt in der Chemnitz geangelt. Beim Auswerfen hatte sich die Schnur in einem Baum verhakt. Die Angler ließen sie einfach dort zurück, sodass später  die Krähe darin hängenblieb.

Passanten hatten den Vogel am Sonntag entdeckt und die Tierrettung Chemnitz alarmiert. Doch vor Ort gab es ein Problem. Die Krähe hing so hoch über dem Fluss, dass die ehrenamtlichen Helfer mit ihrer Ausrüstung nicht herankamen.

Also musste die Feuerwehr ran. Mit einer Drehleiter erreichten die Einsatzkräfte schließlich den Vogel. Sie befreiten ihn und übergaben ihn der Tierrettung. Bei der anschließenden Untersuchung zeigte sich das Ausmaß der Verletzung. Ein Angelhaken hatte sich in das Bein gebohrt. Die Rabenkrähe kam deshalb zur Wildvogelhilfe Westsachsen. Dort wird sie nun versorgt und kann sich von den Strapazen erholen.

Ein Waldkauz hatte weniger Glück

Erst vor wenigen Wochen war die Tierrettung zu einem ähnlichen Einsatz gerufen worden. Damals hatte sich ein Waldkauz ebenfalls in einer Angelschnur verfangen. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Der Vogel konnte nur noch tot geborgen werden.

„Eine zurückgelassene Angelschnur mag für den Menschen wie ein harmloses Stück Abfall wirken. Für einen Vogel kann sie jedoch zur tödlichen Falle werden“, sagt Sandra Kögel, Vorsitzende der Tierrettung Chemnitz.

Tierrettung warnt vor Angelschnüren

Kögel vermutet, dass die Schnüre von unerlaubtem Angeln an der Chemnitz stammen könnten. Für Wildvögel sind solche Hinterlassenschaften lebensgefährlich. Die nahezu unsichtbaren Fäden können sich um Beine und Körper wickeln. Bei Befreiungsversuchen ziehen sie sich immer fester zu. Angelhaken können zusätzlich schwere Verletzungen verursachen.

„Innerhalb weniger Wochen mussten wir nun bereits zwei Tiere aus solchen Situationen bergen. Eines davon hat nicht überlebt. Das zeigt, wie ernst dieses Problem ist“, erklärt Kögel. Die Tierrettung appelliert deshalb, keine Angelschnüre, Haken oder andere gefährliche Abfälle in der Natur zurückzulassen. Wer ein Tier in Not entdeckt, sollte umgehend Hilfe holen. Der Verein bedankt sich bei den aufmerksamen Passanten, der Feuerwehr und der Wildvogelilfe Westsachsen.

Wie Sie die Tierrettung Chemnitz unterstützen können, finden Sie hier.