++ EIL ++
  • Auch vorm Kulturpalast schloss sich die Menschenkette - in ihr auch die Oberbürgermeisterin von Coventry (roter Schal)
  • Auch die Demonstrationen, wie hier auf der St. Petersburger Straße, verliefen friedlich
  • Vor der Frauenkirche zündeten viele Dresdner Kerzen an, gedachten der Bombenopfer
  • Die Polizei war entlang der Menschenkette stark vertreten, musste aber nicht eingreifen

Tausende hielten inne - Gedenken blieb friedlich

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Der 81. Gedenktag der Bombardierung Dresdens verlief friedlich und ohne besondere Vorkommnisse, bestätigte die Dresdner Polizei am Abend. 

Zuvor hatten punkt 18 Uhr wieder alle Glocken der Stadt geläutet und den Auftakt zum Schließen der Menschenkette um die Altstadt gegeben. Tausende Dresdnerinnen und Dresdner waren gekommen, vor allem auch viele jüngere. Von den Basketballern der Titans über Handballer bis zu einer Konfirmandengruppe gedachten auch sie den Toten vom 13. Februar 1945. 

In der Menschenkette standen neben Sachsens Innenminister Armin Schuster, der Rektorin der TU Dresden, Ursula Staudinger, Frauenkirchen-Pfarrerin Angelika Behnke, Vertretern der Stadt, Wirtschaft, Kultur auch die Oberbürgermeisterin von Coventry, Dresdens Partnerstadt. Rachel Lancaster ist erst ein Jahr im Amt, kam extra aus England für 48 Stunden eingeflogen. Coventry wurde selbst am 14. November 1940 von den Nazis bombardiert.

Partnerstadt Coventry gedenkt wieder mit

Sie sagt: „Ich finde die Idee einer Menschenkette wunderbar. So etwas gibt es bei unserem Gedenken nicht. Wir kommen auch zusammen, aber sind dann wir in Musik,  Gedichten oder Theater vereint. So feiern wir den Frieden und die Versöhnung. Wir sprechen über unsere Hoffnungen für die Zukunft. Denn wir müssen aus dem, was damals passiert ist, lernen. Deshalb liebe ich die Idee, sich an den Händen zu fassen. Einfach diese Verbindung zu schaffen, die Menschen zu verbinden. Darum geht es doch letzten Endes bei Partnerstädten.“

Einer fehlte: OB Dirk Hilbert. Er ist bereits seit Anfang der Woche erkrankt. Sein Stellvertreter, Jan Donhauser, erklärte: „Es ist auch für die jungen Menschen wichtig und nicht nur die alten Menschen kommen, die es damals sogar noch leidvoll erlebt haben. Ein Erinnern, nicht nur um des Erinnerns Willen, soll die Botschaft tragen, dass so etwas nie wieder von deutschem Boden ausgehen darf. Und da liegen wir genau richtig, wenn wir mit - zugegebener Maßen viel Aufwand - diesen Tag zu einem besonderen Tag in ganz Deutschland machen.“ 

Für Samstagmittag (ab 14 Uhr) wird der sogenannte „Gedenkmarsch“ der rechten Szene erwartet, der vom Bahnhof Mitte startet. Auch das linke Spektrum hat  Demonstrationen angemeldet. Die Polizei versucht mit hoher Präsenz, beide Lager auseinander zu halten. 

Audio:

OB-Stellvertreter Donhauser zum 13. Februar
Rachel Lancaster (OB Coventry) zur Idee der Menschenkette
Das war die Motivation der Dresdner