- Die Stadt sieht am ehemaligen Versorgungszentrum Südblick keine konkrete Gefahr.
Streit um diesen Schandfleck
Eine Leiter lehnt an einer grauen Betonwand. Daneben liegen Platten, Rohre und weiterer Unrat. Ein Einkaufswagen steht auf der freien Fläche. Durch offene Mauerdurchbrüche geht es in die Reste des ehemaligen Versorgungszentrums Südblick. Eine Absperrung ist auf dem Foto nicht zu erkennen.
Stadt erkennt keine Gefahrenlage
Die AfD-Stadtratsfraktion kritisiert den Zustand des Geländes an der Bruno-Granz-Straße und der Max-Türpe-Straße. Fraktionschef Nico Köhler hatte die Verwaltung gefragt, ob die verbliebene Abbruchwand standsicher ist, der Eigentümer seine Sicherungspflichten erfüllt und das Gelände gefahrlos betreten werden kann.
Baubürgermeister Thomas Kütter antwortete, dass die genauen Gründe für den Erhalt der Wand nicht bekannt seien. Möglich seien statische Gründe wegen der angrenzenden Gebäude oder die Eigentumsverhältnisse der Grundstücke.
Keine Sicherungsmaßnahmen geplant
Nach Einschätzung der Stadt besteht derzeit kein Anlass, zusätzliche Sicherungsmaßnahmen anzuordnen. Auch die Bauaufsicht könne aktuell keine Gefahrenlage erkennen. Zu möglichen Auflagen aus dem damaligen Rückbauverfahren teilte Kütter mit, dass die Verwaltung keine entsprechenden Vorgaben ermitteln konnte.
AfD fordert Konsequenzen
Köhler hält die Antworten für unzureichend. Die Mauerreste könnten leicht beklettert werden. Besonders für Kinder und Jugendliche bestehe deshalb aus seiner Sicht ein Risiko.
Die AfD fordert, die Verantwortlichkeiten rund um den Südblick zu klären. Der Eigentümer solle das Gelände wirksam sichern. Außerdem verlangt die Fraktion eine langfristige Perspektive für das frühere Versorgungszentrum.
