- Fleischerausbildung in Löbau. Keine fetten Zeiten für das Handwerk in Ostsachsen.
Steigende Kosten, sinkende Umsätze - ostsächisches Handwerk fordert „Impulse“
Die Stimmung im ostsächsischen Handwerk hat sich weiter eingetrübt. Jeder fünfte Betrieb beklagt eine schlechte Geschäftslage und über 40 Prozent sinkende Umsätze. Nur ein Drittel der Unternehmen sehen noch Licht, bezeichnen ihre Geschäftslage als gut – so wenige wie seit 16 Jahren nicht mehr, wie aus der heute veröffentlichten Frühjahrs-Konjunkturanalyse der Handwerkskammer Dresden hervorgeht. Die Politik müsse Impulse setzen. Ein Weiter-so-wie-bisher werde die Lage weiter verschärfen, so Hauptgeschäftsführer Andreas Brzezinski.
Das Handwerk fordert Investitionen in die Infrastruktur. „Baustellenstaus, schlechte Straßen und kaputte Brücken kosten Zeit und Geld“, klagt der Präsident der Handwerkskammer Dresden, Jörg Dittrich. Wegen der mangelhaften Infrastruktur haben fast 30 Prozent der Firmen Aufträge in bestimmte Regionen oder Orte abgelehnt.
Viele der befragten Handwerksbetriebe sehen sich mit weiter steigenden Kosten konfrontiert. 77 Prozent berichteten von höheren Einkaufspreisen und 47 Prozent von gestiegenen Verkaufspreisen. Bei Investitionen tritt die Mehrzahl auf die Bremse. Nur neun Prozent wollen mehr Geld in die Hand nehmen. 44 Prozent haben ihre Investitionen zurückgefahren.
Weitere Ergebnisse aus der Konjunkturanalyse unter: www.hwk-dresden.de/konjunktur
