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So wird der Leipziger Weihnachtsmarkt dieses Jahr gesichert

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Der Leipziger Weihnachtsmarkt gehört zu den schönsten Deutschlands. Jedes Jahr strömen Millionen Menschen in die Innenstadt, um die besondere Atmosphäre zu genießen. Damit das auch so bleibt, spielt das Thema Sicherheit eine immer größere Rolle. Spätestens seit der Amokfahrt auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt im Dezember 2024 ist klar, wie wichtig der Schutz solcher Veranstaltungen ist. 

Auch Leipzig hat darauf reagiert und ein umfassendes Zufahrtsschutzkonzept entwickelt. Bereits im vergangenen Jahr wurden dafür zahlreiche mobile Sperrelemente angeschafft. Gleichzeitig musste der Lieferverkehr in der Innenstadt neu organisiert werden. Doch wie geht es in diesem Jahr weiter? Und lässt sich das Sicherheitskonzept möglicherweise noch etwas anpassen?

Sicherheit hat ihren Preis

Die Stadt steht dabei vor einer schwierigen Aufgabe. Der Aufwand für die Absicherung ist groß und die Kosten steigen weiter. Marktamtsleiter Walter Ebert macht deutlich, dass eine Lockerung des Konzepts deshalb zwar immer wieder Thema sei, die aktuellen Ereignisse aber wenig Spielraum ließen. „Das wird nicht leichter, im Hintergrund haben wir enorme gestiegene Kosten für Sicherheitsaufwand“, erklärt Ebert. Die Überlegungen, das Zufahrtsschutzkonzept auf ein niedrigeres Niveau zu bringen, seien durch das Attentat am 4. Mai zunichtegemacht worden. Ebert: „Da gibt es jetzt auch kein Zurück mehr. Wir werden das weiter bauen müssen, wir werden uns schützen müssen.“

Keine Festung mitten in der Innenstadt

Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen soll der Weihnachtsmarkt seinen offenen Charakter behalten. Die Stadt möchte verhindern, dass sich Besucher durch Absperrungen und Sicherheitsvorkehrungen eingeschränkt fühlen. Schließlich gehört gerade die Offenheit zur Identität der Stadt. Das Ziel sei deshalb, dass die Menschen die Sicherheitsmaßnahmen zwar wahrnehmen, sich dadurch aber vor allem sicher fühlen sollen. Einen vollständigen Schutz vor allen denkbaren Gefahren könne es nicht geben. Trotzdem werde alles getan, um Risiken so weit wie möglich zu reduzieren.

„Wir sind ein kompaktes System“

Hinter dem Sicherheitskonzept steckt dabei weit mehr als nur das Marktamt. Auch Ordnungsamt und Mobilitätsamt sind beteiligt. Die verschiedenen Bereiche müssten ineinandergreifen, damit sowohl der Schutz der Besucher als auch die Abläufe in der Innenstadt funktionieren. „Wir sind keine One-Man-Show, sondern ein großes kompaktes System“, betont Ebert. Leipzig will damit auch in Zukunft ein weltoffener Gastgeber bleiben. Der Weihnachtsmarkt soll ein Ort sein, an dem Menschen zusammenkommen, genießen und die Vorweihnachtszeit erleben können – mit dem guten Gefühl, dass die Stadt alles ihr Mögliche für ihre Sicherheit tut.

Audio:

Marktamtsleiter Walter Ebert über das Sicherheitskonzept.