- Der in Oschatz geborgene und in Leipzig lebende AfD-Abgeordnete Alexander Wiesner (37) wurde von seiner Partei am Wochenende als Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl in Leipzig nominiert.
So will OB-Kandidat der AfD Leipzig blau färben
Die Leipziger AfD hat am Wochenende den aus Oschatz stammenden und in Leipzig lebenden Landtagsabgeordneten Alexander Wiesner (37) zu ihrem Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl im kommenden Jahr nominiert - mit knapp 93 Prozent der Stimmen, ohne Gegenkandidaten. Wiesner hat uns dazu erklärt: „Das ist ein Super-Ergebnis, was man so als sehr, sehr starken Rückenwind auch für so eine OB-Kandidatur nehmen kann.“ Man könne nicht immer einstimmig gewählt werden, das sei eben so. „Wir sind eine demokratische Partei.“
Was er machen will, wenn er gewählt werden würde …
„Wir haben drei große Themen, wo wir reingehen werden“, so Wiesner. „Das ist Sicherheit und Ordnung, Bauen und Wohnen und dann natürlich eine ehrliche Haushaltsführung.“ Und genau deswegen wolle er sich auch erst mal etwas zurückhalten mit einem konkreten Programm. „Zur Ehrlichkeit gehört hinzu: Wir warten erst mal den Leipziger Haushalt ab. Das ist ´ne riesige Hypothek, die kommt mit knapp 150 Millionen Euro Minus im nächsten Jahr. Da müssen wir erst mal schauen, was möglich ist.“
Ideen hat er auf Nachfrage aber trotzdem schon parat: Beim Thema Ordnung und Sicherheit wolle man „das vollziehen, was wir dürfen.“ Zum Beispiel Verstärkung des Stadtordnungsdienstes, Schwerpunktstreifen in bekannten Brennpunkten „oder zum Beispiel auch beschleundigte Bearbeitung ausländerrechtlicher Vollzugsfälle“. Dort, wo es möglich sei, wolle man auch etwas machen und alle Spielräume ausnutzen, so Wiesner. Und beim Thema „Bauen, Wohnen und Verkehr“ sei „ganz klar Tempo in der Verwaltung angesagt. Also die beste Mietpreisbremse ist fertiger Wohnraum.“
Was Wiesner noch gesagt hat, können Sie sich in dem Audio-File hier unten anhören. Der erste Wahlgang für die OB-Wahl 2027 in Leipzig ist am 21. Februar.
