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  • Finanzbürgermeister Ralph Burghart freut sich über die Millionen aus Berlin.

So will Chemnitz die Berliner Millionen ausgeben

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Die Berliner Millionen kommen. Und Chemnitz hat schon einen Plan. Oberbürgermeister Sven Schulze, Finanzbürgermeister Ralph Burghart und Baubürgermeister Thomas Kütter haben heute vorgestellt, wie die Stadt die Mittel aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität einsetzen will. Es geht um viele Millionen. Und um viele Baustellen.

Jahr für Jahr Millionen

Zwischen 2025 und 2036 fließen jährlich rund 15,67 Millionen Euro nach Chemnitz. Das Geld teilt sich in zwei Töpfe. Ein Pauschalbudget. Und ein Regionalbudget. Das Pauschalbudget umfasst 8,8 Millionen Euro pro Jahr. Hier kann die Stadt freier entscheiden. Das Regionalbudget ist enger. Es gibt klare Vorgaben. Und Eigenanteile sind nötig.

Sport, Kultur und ein neuer Busbahnhof

Die Liste der Ideen ist lang. Im Pauschalbudget stehen mehrere Projekte. Geplant ist eine neue Sporthalle in der Innenstadt. Sie soll für Schulen, Vereine und Feuerwehrsport genutzt werden. Außerdem geht es um Arbeiten am Schauspielhaus und Opernhaus. Auch die Dächer stehen im Fokus. Die Messehalle 1 soll saniert werden. Ebenso die Wettkampfhalle im Jutta-Müller-Eissportzentrum.

Dazu kommt eine neue Sporthalle im Schulareal an der Wielandstraße. Und eine große Verschiebung: Der Busbahnhof soll näher an den Hauptbahnhof rücken, um Platz für einen Uni-Neubau zu machen. Ergänzt wird das Ganze durch einen zentralen Bewirtschaftungshof für die Bauämter.

Schulen, Straßen und Krankenhaus

Im Regionalbudget sind jährlich 3,02 Millionen Euro für Schulen eingeplant. Damit sollen Kapazitäten am Terra-Nova-Campus erweitert werden. Weitere Projekte sind Brandschutz an der Josephinen-Oberschule, der Umbau einer Sporthalle zur Mensa, Sanierungen an der Valentina-Tereschkowa-Grundschule, an der Turnhalle der Comenius- und Annenschule sowie an der ehemaligen Grundschule in Borna.

Für Straßen und Brücken stehen jährlich 3,26 Millionen Euro bereit. Die Schwerpunkte liegen auf Brücken am Falkeplatz und am Südring. Weitere 570.000 Euro pro Jahr fließen in den Krankenhausbau.

Zwei Dächer mit Druck

Zwei Projekte stechen heraus. Weil der Bedarf dringend ist. Bei der Messehalle 1 wurden Schäden am Betondach festgestellt. Eine Fachfirma prüfte die Lage. Beschädigte Teile wurden entfernt. Sicherungen wurden eingebaut. Der Betrieb läuft weiter. Doch das Dach muss zeitnah saniert werden. Rund 7,7 Millionen Euro stehen im Raum.

Auch im Jutta-Müller-Eissportzentrum gibt es Handlungsbedarf. Die Dachkonstruktion der Wettkampfhalle wurde geprüft. Das Ergebnis: Die wellenförmigen Betonelemente müssen nach mehr als 60 Jahren ersetzt werden. Erste Sicherungen laufen. Weitere Planungen folgen.

Der Weg zur Entscheidung

Die Pläne liegen auf dem Tisch. Die Fraktionen wurden bereits informiert. Am 19. Mai wird der Verwaltungs- und Finanzausschuss beraten. Am 27. Mai entscheidet der Stadtrat. Danach geht die Liste zur Landesdirektion Sachsen. Stichtag ist der 15. Juni.

Erst mit der Genehmigung kann es losgehen. Dann werden aus den Berliner Millionen echte Baustellen.