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  • Im Garagenhof Mockau-West an der Katzmannstraße gibt es über 200 alte DDR-Garagen.

Neuer Ärger um den DDR-Garagenhof Katzmannstraße: „Es ist eine Frechheit, was man sich da erlaubt!“

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Ärger im Leipziger Stadtteil Mockau: Nach einem uns vorliegenden Schreiben plant die Stadtverwaltung in den alten DDR-Garagen an der Katzmannstraße offenbar heimlich vorbereitende Arbeiten zum Bau einer neuen Auslagerungsschule - obwohl ihr das laut einem Stadtratsbeschluss vor einigen Monaten untersagt wurde. Denn aktuell ist völlig unklar, ob die geplante Schule dort wegen sinkender Schülerzahlen überhaupt noch gebraucht wird. Das soll mit einem neuen Bedarfsplan eigentlich erst mal geklärt werden.

„Man ignoriert einfach den Bürgerwillen.“

Konkret heißt es in dem Schreiben vom Liegenschaftsamt, dass man die Neuvermietung von sechs Garagen „bis auf Weiteres“ doch bitte aussetzen möge. Und: „Hintergrund hierfür ist, dass diese Garagen zunächst für Prüfungen bzw. Begehungen durch das Amt für Schule benötigt werden.“

Steffen Branse von der Garagengemeinschaft „Garagenhof Mockau West 1“ ist stinksauer: „Es ist eine Frechheit, was man sich da erlaubt!“ Man ignoriere Stadtratsbeschlüsse - als seien sie gar nicht vorhanden. „Man ignoriert damit auch den Bürgerwillen“, schimpft der der 64-Jährige. „Die denken, sie sind hier Herrscher aller Reußen und können machen, was sie wollen. Dem ist aber nicht so!“ Die Stadtverwaltung arbeite im Auftrag der Bürgerschaft, also als Angestellte der Bürgerschaft. 

„Die Stadtverwaltung will also, ungeachtet des Stadtratsbeschlusses, derzeit KEINE weiteren vorbereitenden Arbeiten durchzuführen, dies dennoch tun“, erklärt Branse. Argumentiert werde unter anderem damit, dass die Garagen schließlich Eigentum der Stadt seien. „Unsere Forderung, Begehungen durch dritte Personen ausschließlich in Begleitung eines Mitglieds durchzuführen, wurde bislang ignoriert.“ Das gehe eindeutig zu weit. „Das Schulamt hat aktuell auf dem Garagenhof nichts verloren!“

Die Geschichte des Garagenhofs

Errichtet wurden die Garagen übrigens in den 70er-Jahren in Eigenleistung der Pächter. Es waren also „Eigentums-Garagen“ auf fremden Boden, das war in der DDR vielerorts üblich. Sie und die Wohnungen in der Umgebung gehörten zu den Ausgleichsmaßnahme für das weggebaggerte Magdeborn (1977 bis 1980 für den Braunkohle-Tagebau Espenhain). Das Gelände gehörte und gehört damals wie heute der Stadt Leipzig.

Audio:

Steffen Banse von den Garagenhöfen an der Katzmannstraße ist sauer und erklärt, warum: