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  • Stadtrat am Donnerstag beim Tagesordnungspunkt Verkehrsentwicklungsplan 2040

Schneller und sicherer von A nach B - Zwickau hat einen Plan!

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Zwei Jahre wurde daran gearbeitet. Die Bürger waren beteiligt wie vielleicht noch nie bei einem Strategiepapier. Am Donnerstag dauerte es im Stadtrat knapp eine Viertelstunde, und der Verkehrsentwicklungsplan 2040 war einstimmig beschlossen. Er enthält 55 Maßnahmen, damit sich Zwickauer und Gäste schneller und sicherer in der Stadt bewegen. Ganz oben auf der Liste steht die Innenstadt-Tangente.

„Zwickau bleibt Automobilstadt“, sagte Anne-Kathrin Findeiß von der Fraktion Progressive Demokraten in der kurzen Debatte. Wenn jemand einen Weg mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit Bus und Bahn zurücklegen kann, dann sei das eine gewonnene Kapazität für diejenigen, die das Auto wirklich brauchen. Der Plan betrachtet diese verschiedenen Formen der Mobilität als Gesamtsystem.

Zum Radfahren nannte die Sozialdemokratin ein Ergebnis der Online-Befragung: 82 Prozent der Teilnehmer haben ein Fahrrad im Keller, lassen es aber dort stehen, weil das Radwegenetz lückenhaft oder zu unsicher ist. 14 Maßnahmen sollen daran etwas ändern. Die Nummer 8 sieht vor, den Marienthaler Bachweg zur Radvorrangroute auszubauen.

Baubürgermeisterin Silvia Queck ging auf zwei andere Maßnahmen aus dem gesamten Paket ein: zum einen auf die Innenstadt-Tangente, also die geplante Verbindung zwischen Reichenbacher Straße und Planitzer Straße, zum anderen auf barrierefreie Haltestellen - hier soll sich die Reihenfolge des Umbaus nach dem Fahrgast-Aufkommen richten und nach der Bedeutung im Netz.

Mehrmals hervorgehoben wurde die Bürgerbeteiligung. Es gab unter anderem eine repräsentative Befragung von Haushalten mit etwa 1.600 Personen und zwei Online-Umfragen - bei der zweiten wurden über 1.400 Kommentare zu den Maßnahmen abgegeben. Christian Siegel, CDU, sprach von einem „Lehrstück an Basisdemokratie“.

Auch ein anderes Papier wurde kürzlich als vorbildlich bezeichnet, das Kita-Strategie-Konzept - alle Träger hatten gemeinsam daran gearbeitet. Im nächsten Stadtrat soll es beschlossen werden, was bedeuten würde, dass drei weitere Einrichtungen geschlossen werden. Wahrscheinlich wird der Abstimmung eine längere Debatte vorausgehen als beim VEP. Wie schon bei der Gutwasserstraße wehren sich Betroffene gegen das Aus ihrer Kita. Am Donnerstagnachmittag protestierten Eltern und Kinder vor dem Rathaus gegen die Schließung vom „Spaßvogel“ im Jahr 2030. Sie überreichten der Oberbürgermeisterin fast 2.800 Unterschriften für den Erhalt der Kita in Oberplanitz.      

Audio:

Baubürgermeisterin Silvia Queck zu ÖPNV und Radverkehr