- Seit März laufen in Chemnitz die Schlagloch-Reparaturen mit bis zu 30 Tonnen Asphalt täglich.
Schlaglöcher werden für 620.000 Euro geflickt
Seit Anfang März ist Chemnitz wieder im Reparaturmodus. Der Winter ist durch. Und er hat Spuren hinterlassen. Sichtbar. Spürbar. Meistens rund, manchmal tückisch: das Schlagloch.
Erst die Gefahr, dann der Rest
Die Stadt geht systematisch vor. Zuerst kommen die Stellen dran, die den Verkehr gefährden. Vor allem auf Hauptstraßen. Danach folgen Nebenstrecken. Gearbeitet wird abschnittsweise. Nicht aus Laune, sondern aus Notwendigkeit. Absperrungen kosten Zeit. Also bündelt man die Schäden.
Kontrollgang mit System
Die Schäden entdeckt niemand zufällig. Straßenkontrolleure laufen ihre Routen. Etwa alle sechs Wochen. Immer wieder dieselben Wege. Doch Schlaglöcher halten sich nicht an Zeitpläne. Entstehen sie kurz nach einer Kontrolle, sind Hinweise aus der Bevölkerung gefragt.
Warm hält besser
Die Reparatur hängt vom Wetter ab. Im Winter bleibt oft nur Kaltmischgut. Teurer. Weniger haltbar. Eine Übergangslösung. Jetzt, im März, sind die Heißmischanlagen wieder in Betrieb. Das Material ist robuster. Hält länger. Das Verschlussmaterial: Ein Mischung aus Sand, Splitt und Kies. Das Bindemittel: Bitumen.
Fünf Kolonnen gegen die Schlaglöcher
Drei Kolonnen vom Bauhof. Zwei von Firmen aus Chemnitz. Koordiniert vom Tiefbau. Jede Kolonne verarbeitet täglich drei bis fünf Tonnen Heißmischgut. Insgesamt kommen so 18 bis 30 Tonnen pro Tag zusammen. Eine Tonne reicht für einen Quadratmeter bei 40 Zentimetern Tiefe.
Warum es wieder aufbricht
Manche Stellen werden mehrfach geflickt. Der Grund ist einfach. Wasser dringt ein. Gefriert. Dehnt sich aus. Beim Auftauen bricht der Asphalt erneut. Am Ende hilft nur eine Totalsanierung. Doch die ist teuer und kostet dazu Zeit.
Die Kosten dahinter
Für die Beseitigung der Winterschäden plant die Stadt rund 620.000 Euro ein. Insgesamt stehen jährlich etwa 10,5 Millionen Euro für Straßen, Rad- und Fußwege bereit.
