++ EIL ++
  • Müll in den Straßen - damit dass nicht bei uns so aussieht wird die Straßensäuberung teurer.

Saubere Straßen und Müllentsorgung kosten bald mehr

Zuletzt aktualisiert:

Die Stadt Leipzig plant neue Gebühren für die Abfallwirtschaft und Straßenreinigung. Sie sollen ab dem 1. Januar 2027 gelten und für zwei Jahre festgeschrieben werden. Als Gründe nennt die Stadt unter anderem die Inflation, gestiegene Personal- und Betriebskosten sowie höhere Kosten für die Verwertung von Bioabfall und Restmüll.

Bei der Restmüllentsorgung hängt die Erhöhung von der Größe der Tonne und der Häufigkeit der Leerung ab. Die Leerungsgebühr soll pro Leerung zwischen drei Cent und 71 Cent steigen. Auch die monatliche Verwertungsgebühr für eine 14-tägliche Leerung wird angepasst.

Straßenreinigung wird ebenfalls teurer

Auch Grundstückseigentümer müssen voraussichtlich mehr für die Straßenreinigung bezahlen. Die jährliche Gebühr pro Straßenfrontmeter soll je nach Reinigungshäufigkeit um 0,18 bis 2,72 Euro steigen. Das entspricht einer Erhöhung zwischen 2,71 und 5,36 Prozent. Gründe dafür sind unter anderem höhere Ausgaben für Personal, Fremdleistungen und Diesel sowie die CO₂-Bepreisung.

Zudem will die Stadt die Reinigungsklassen neu ordnen. Ab 2027 sollen zwei bisherige Klassen wegfallen und durch vier neue ersetzt werden. Damit sollen die Reinigungsleistungen besser an den tatsächlichen Bedarf der einzelnen Straßen angepasst werden.

Papier-Wertmarken werden digital

Eine weitere Änderung betrifft die beliebten grünen Wertmarken für die Abgabe von Grünschnitt sowie die Abholung von Elektroschrott und Sperrmüll. Ab Januar 2027 sollen die bisherigen Papiermarken durch digitale Wertmarken in der Stadtreinigungs-App ersetzt werden. Die bisherigen Verkaufsstellen entfallen. Die Preise für die Wertmarken bleiben unverändert. Gartenabfälle können auf den Wertstoffhöfen künftig auch mit Karte bezahlt werden.

Außerdem sollen private Haushalte Bau- und Abbruchabfälle auf dafür vorgesehenen Wertstoffhöfen gegen Gebühr abgeben können. Dabei gilt eine Höchstmenge von 100 Litern pro Werktag.

Über die Änderungen der Abfallwirtschafts- und Straßenreinigungssatzungen entscheidet die Leipziger Ratsversammlung im Dezember. Erst nach der Zustimmung des Stadtrates können die neuen Gebühren wie geplant in Kraft treten.