++ EIL ++
  • Oberbürgermeister Uwe Rumberg, Bauhofleiter Jens Straube sowie die neuen Mitarbeiter Robin Sonntag und Rico Wannowsky (v. r. n. l.)

Saubere Straßen, gesparte Kosten: Freital setzt auf eigene Kehrmaschine

Zuletzt aktualisiert:

Die Stadt Freital erweitert die Eigenleistungen ihres städtischen Bauhofs und setzt bei der Straßenreinigung auf moderne Technik. Mit einer Neuanschaffung sollen ab 2027 nicht nur Arbeitsprozesse flexibler gestaltet, sondern auch der Haushalt spürbar entlastet werden. Bereits seit dem 1. Oktober 2026 sind die beiden neuen Mitarbeiter Robin Sonntag und Rico Wannowsky im Stadtgebiet unterwegs. In einer ersten Phase kümmern sie sich vorrangig um die Pflege und Reinigung von Glascontainerstellplätzen, Hundetoiletten sowie Fahrgastunterständen. Ab dem Jahr 2027 erweitert sich das Aufgabenfeld maßgeblich: Der Bauhof übernimmt dann die komplette Straßenreinigung in Eigenregie.

Leistungsstarke Ausrüstung für vielfältige Aufgaben

Das Herzstück der neuen Flotte bildet eine Kompaktkehrmaschine vom Typ Schmidt Cleango 500, geliefert von der Henne Nutzfahrzeuge GmbH aus Delitzsch. Das 11,5 Tonnen schwere Fahrzeug wird von einem 163 PS starken Sechszylinder-Dieselmotor der Schadstoffklasse Euro 6c angetrieben. Ein Drei-Besen-System – optional erweiterbar mit einer Wildkrautbürste – ermöglicht die Reinigung schwer zugänglicher Areale. Der Kehrgutbehälter fasst fünf Kubikmeter, während 700 Liter Wasser zur effektiven Staubbindung mitgeführt werden. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf exakt 235.479,20 Euro.

Strategische Entscheidung des Stadtrates

Die Umstellung basiert auf einem Beschluss des Stadtrates aus dem Herbst 2025. Statt externe Dienstleister zu beauftragen, setzt die Stadtverwaltung auf eigene Kapazitäten. Neben finanziellen Aspekten stehen vor allem eine höhere Flexibilität, bessere Planbarkeit sowie verringerte Reaktionszeiten bei Unwettern oder spontanen Verschmutzungen im Vordergrund. Zudem stehen dem Bauhof dadurch erweiterte Möglichkeiten bei der Pflege von Stadtmobiliar und im Winterdienst zur Verfügung.

Die Investition ist Bestandteil des freiwilligen Haushaltsstrukturkonzeptes der Stadt Freital, das die langfristige Handlungsfähigkeit sichern soll. Ab 2027 rechnet die Verwaltung mit einer jährlichen Ersparnis von rund 40.000 Euro. Nach Amortisation der Anschaffungs- und Umbaukosten wird ab dem fünften Jahr sogar mit einer Entlastung von jährlich rund 75.000 Euro gerechnet.