- Im Chemnitzer Küchwald wurden 181 Pilze bestimmt. Neun Pilzberater helfen Sammlern kostenlos, essbare Arten sicher zu erkennen.
Rauchporling & Ahorn-Holzkeule: 180 Pilze wachsen im Küchwald
Wer im Wald Pilze für die Pfanne sammelt, sollte seinen Fund genau kennen. Denn eine Verwechslung kann schlimme Folgen haben. In Chemnitz helfen deshalb neun Pilzberater weiter. Passend zum Start der Saison prüfen sie kostenlos, ob gesammelte Exemplare essbar sind. Hier finden Sie die Berater.
Ein Foto reicht nicht aus
Die Fachleute sind nur nach telefonischer Absprache erreichbar. Feste Öffnungszeiten gibt es nicht. Eine Bestimmung per Telefon oder E-Mail ist ausgeschlossen. Auch eine gute Beschreibung oder ein Foto reichen nicht aus. Die Berater müssen den vollständigen Pilz sehen.
Und im Chemnitzer Küchwald gibt es einiges zu bestimmen. Pilzkenner haben dort bis zum 12. Juli 2026 genau 181 Arten gesammelt und erfasst. Darunter finden sich Namen, die fast nach Fabelwesen klingen: langstielige Ahorn-Holzkeule, Judas-Ohr, Mottenkugel-Lederrinden-Pilz, angebrannter Rauchporling, geweihförmiger Schleimpilz und borstiger Zwerg-Misttintling.
Jede Woche auf Pilzsuche
Für das Projekt suchten die Fachleute ein Jahr lang mindestens einmal pro Woche jeweils zwei Stunden nach frisch gewachsenen Pilzen. Alte Fruchtkörper blieben liegen, damit sie das Ergebnis nicht verfälschen. Bisher stammen die Funde von Dieter S. und Bernd M. Alle Vereinsmitglieder waren zur Mitarbeit aufgerufen.
Der Küchwald liegt hauptsächlich in einem festgelegten Kartengebiet. Kleinere Randflächen wurden ebenfalls dazugerechnet. Weil Teile des Waldes als Park angelegt sind, wachsen dort auch Pilze, die in einem gewöhnlichen Laubwald kaum vorkommen. Hinter der Untersuchung steht der Verein Pilzfreunde Chemnitz. Seine Wurzeln liegen in einer früheren Mykologiegruppe des Kulturbundes. Im April 1999 wurde daraus ein eigener Verein. Heute zählt er 28 Mitglieder.
