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  • 122 Sirenen, verteilt im gesamten Leipziger Stadtgebiet, sollen vor Katastrophen und möglichen Drohnen-Angriffen warnen (Symbolbild).

Rathaus lehnt neue Sirenen zur Warnung vor Drohnenangriffen und Katastrophen ab

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Waffenfabrik ja, Bevölkerungsschutz nein. So in etwa könnte diese Geschichte bei vielen Leipzigern ankommen …

Sirenen könnten zur Warnung vor Drohnen eingesetzt werden - so wie jetzt bereits in der Ukraine

Während Oberbürgermeister Burkhard Jung (68, SPD) sich für eine Genehmigung der neuen US-Raketenfabrik im Norden der Stadt ausgesprochen hat - sonst würde sie woanders gebaut und man könne sich nicht vor der Verantwortung zur Verteidigungsbereitschaft drücken -, wird eine von der CDU vorgeschlagene Maßnahme abgelehnt, die zum Schutz der Bevölkerung beitragen könnte: die Errichtung eines flächendeckendes Warnsystems im gesamten Stadtgebiet - in Form von 122 Sirenen.

In der Ukraine werden Sirenen seit Längerem auch zur Warnung vor Drohnenangriffen genutzt. In Leipzig geht es vor allem um Großbrände und sonstige Katastrophen. Das Rathaus hat eine Ablehnung des Projekts vorgeschlagen. Denn das Geld dafür, etwa 3,8 Millionen Euro, habe man derzeit einfach nicht. Wegen der angespannten Haushaltslage. Man sei aber nicht dagegen. Aktuell gebe aber auch keine Fördermittel dafür, heißt es.

Drohnenvorfälle fordern laut CDU schnelle Reaktion

„Der Beginn der Umsetzungsplanung für das Warnsystem duldet jedoch keinen Aufschub“, heißt es von der CDU. „Zwingende Gründe des Bevölkerungs- und Krisenschutzes würden erforden, schnellstmöglich ein Sirenenwarnsystem in Betrieb zu nehmen. “Zurückliegende Ereignisse wie die Drohnenvorfälle am Leipziger Flughafen oder schwer kontrollierbare Großbrände mahnen an, dass die Leipziger Bevölkerung das Warnsystem braucht, um die Gefahr zu erkennen und Schutz zu suchen.„

Das letzte Wort hat der Leipziger Stadtrat. Er entscheidet voraussichtlich im Dezember über den Beschlussvorschlag.