- Der Angeklagte mit seinem Verteidiger
Prozess zum Tod von Dresdner Polizisten: Urteil am 6. Mai in Cottbus
Der Prozess zum Tod des Dresdner Polizisten Maximilian Stoppa vor dem Landgericht Cottbus geht auf die Zielgerade. Mittwoch in einer Woche sollen die Plädoyers gehalten und voraussichtlich am 6. Mai das Urteil verkündet werden. Das teilte heute das Landgericht Cottbus mit.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem angeklagten Polen Mord vor. Er habe mit seiner Tat als Bandenmitglied die Beteiligung an einem Autodiebstahl verdecken wollen. Im Januar vergangenen Jahres raste der 27-Jährige auf der Flucht in Lauchhammer den 32-jährigen Oberkommissar tot. Die Zivilstreife hatte Autoschieber verfolgt. In Lauchhammer sollte der Jeep Grand Cherokee angehalten werden. Der Oberkommissar war ausgestiegen und wollte einen Nagelgurt aus dem Kofferraum holen. In diesem Moment sei der Fahrer des Pilotautos, das die Fluchtroute der Autoschieber absichern sollte, auf den Polizisten zugefahren.
Der Verteidiger hat die Einstellung des Verfahrens gefordert – mit der Begründung, dass der Angeklagte bereits in Hildesheim für den Autodiebstahl in Niedersachsen verurteilt worden sei. Alles was dann auf der Flucht passiert sei, war nach Ansicht des Rechtsanwalts eine Tat. Eine erneute Verurteilung sei deshalb unzulässig, argumentierte er.
