++ EIL ++

Prozess zu Gewalttat in Zittau: Drei Jahre Gefängnis

Zuletzt aktualisiert:

Angeklagt war versuchte schwere räuberische Erpressung, das Gericht zog versuchten Mord in Betracht – am Ende kam eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung heraus. Ein 23-jähriger Tscheche ist heute in Görlitz zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden.  Er hatte seinen Stiefvater verprügelt. 

Die Tat geschah Anfang dieses Jahres an einer Mandau-Brücke in Zittau.  Dass er sein Opfer ausrauben oder gar ermorden wollte, konnte ihm nicht nachgewiesen werden.  Ein Freund des Angeklagten filmte die Tat in jener Januarnacht Anfang dieses Jahres  an der Aral-Tankstelle und der Mandaubrücke in Zittau. Zu sehen ist, wie der Angeklagte auf den Stiefvater einprügelt und später auf ihn kniet. Das Opfer hat am Auge eine blutende Wunde.   Er wollte dessen Handy und Geld, so die Staatsanwaltschaft. Erst auf Drängen seines Freundes hörte er auf. Das 47-jährige Opfer schleppte sich davon. Zurück blieben Blutflecke im frischen Schnee.

Der Angeklagte räumte die Schläge zwar ein, verteidigte sich aber mit der Behauptung, sein Stiefvater habe  seiner Schwester das Handy gestohlen. Er sei von  ihm angegriffen worden.  Außerdem machte er Erinnerungslücken geltend. „Ich hatte an diesem Abend viel Alkohol getrunken.“   Es habe sich da bei ihm über Jahre ein Groll angestaut, so sein Verteidiger.  „Ich wurde oft vom Freund meiner Mutter verprügelt“, erklärte der Angeklagte. Der gelernte Traktorist wohnte zuletzt bei seiner Mutter in Zittau.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.