- Prozess um Millionen: Ein Chemnitzer fordert nach einem Freispruch 4,4 Millionen Euro vom Freistaat Sachsen. Im Februar könnte eine Entscheidung fallen.
Prozess: Chemnitzer will 4,4 Mio. Euro vom Freistaat
Ein Chemnitzer Handelsunternehmer fordert vom Freistaat Sachsen rund 4,4 Millionen Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld. Patrick Strauch war vor vier Jahren wegen Steuerhinterziehung angeklagt worden und saß in Untersuchungshaft. Doch dann kam alles anders.
Das Landgericht Chemnitz sprach ihn frei. Jetzt verlangt Strauch Ersatz für entgangene Gewinne. Seine Firma war nach der Inhaftierung pleitegegangen.
Prozess um Millionen hat begonnen
Inzwischen beschäftigt der Fall das Landgericht Dresden. Wie ein Sprecher unserem Sender mitteilte, gab es am vergangenen Montag bereits eine erste Verhandlung. Der Freistaat hat nun bis zum 25. Januar 2027 Zeit, zur Klage Stellung zu nehmen.
Dabei geht es um zwei Forderungen. Strauch verlangt genau 4.369.000 Euro für entgangene Gewinne. Dazu kommen weitere 50.000 Euro Schmerzensgeld.
Erst Untersuchungshaft, dann Freispruch
Die Vorgeschichte reicht mehrere Jahre zurück. Die Staatsanwaltschaft hatte den Chemnitzer wegen Steuerhinterziehung angeklagt. Er kam in Untersuchungshaft. Am 15. Dezember 2022 sprach ihn das Landgericht jedoch frei. Die Anklagebehörde legte zunächst Revision ein, zog diese aber am 30. August 2023 wieder zurück.
Entscheidung im Februar?
Jetzt geht es um die finanziellen Folgen des Strafverfahrens. Für den 19. Februar 2027 um 14 Uhr ist ein weiterer Gerichtstermin angesetzt. Ob dann bereits eine Entscheidung fällt, bleibt offen. Möglich ist auch ein sogenannter Beweisbeschluss. In diesem Fall würde das Gericht weitere Beweise erheben und die Argumente beider Seiten genauer prüfen.
