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Zwickau entscheidet heißen Pokalfight für sich

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Es war ein packendes und spannendes Pokalderby. Nach knapp einer Stunde sah es nach einem souveränen Sieg der Zwickauer aus. Doch die Vogtländer kämpften sich zurück und waren dem Ausgleich nahe. Am Ende gab es noch rote Karten. Nach etwa 100 Minuten stand Zwickau im Halbfinale – Aufgabe erfüllt, es kann weiter vom ersten Pokalsieg geträumt werden. 

Die erste Halbzeit lief nach Plan. Der FSV ging konzentriert zur Sache und wurde auch vor dem Tor gefährlich. Nach zwei Abschlüssen von Lukas Eixler bekam Zwickau nach eine knappen halben Stunde 18 Meter vor dem Tor einen Freistoß, und Cemal Sezer zirkelte ihn präzise ins rechte Eck. Chapeau!

Die Gastgeber zeigten sich als ebenbürtiger Gegner, zogen auch gefällig vors Tor. Aber Zwickau ließ nicht viel zu. Bei einem Schuss in der Anfangsphase war Lucas Hiemer gefordert und lenkte den Ball übers Tor. Ein zweiter Schuss der Auerbacher ging neben das Tor.

Die erste Torchance nach dem Seitenwechsel hatte Auerbach. In der 53. Minute zog Cedric Graf im Strafraum ab, doch Lucas Hiemann war auf dem Posten. Im Gegenzug erhöhte Veron Dobruna mit einem platzierten Schuss ins linke untere Eck. 

Die Vogtländer gaben nicht auf und kamen kurz danach zum Abschluss – wieder blieb der Zwickauer Torwart der Sieger. Anders in der 70. Minute: Cedric Graf köpfte überlegt am Keeper vorbei ins Tor – Anschlusstreffer. Und sogar der Ausgleich schien wenig später möglich: Ben Weigel schoss in der 82. Minute über das Tor.

In der Schlussphase wurde es noch ein heißer Pokal-Fight mit sehr viel Emotionen. In der 88. Minute kassierte Oliver Fobassam nach einem Foul die rote Karte – der Grund war schwer zu erkennen; vermutlich hatte der Schiedsrichter eine Notbremse gesehen. Der VfB setzte alle Hebel in Bewegung – zweimal blockte ein Zwickauer, nach einer Flanke kam der Auerbacher mit dem Kopf nicht richtig an den Ball. In der Nachspielzeit gab es auch noch für die Gastgeber eine rote Karte und für Zwickau eine gelb-rote. Am Ende brachten die Rot-weißen das 2:1 über die lange Nachspielzeit.

Update 18:30 Uhr: Im Halbfinale trifft der FSV auswärts auf Stahl Riesa. Sollte er ins Finale kommen, findet das in Zwickau statt. Das wurde nach dem Spiel bekannt. Außerdem gab es eine Nachricht, die die Freude über den Sieg trübt: Max Somnitz wurde in der Nachspielzeit durch ein Foul so verletzt, dass er mit dem Krankenhaus ins HBK gebracht werden musste. Es kann sein, dass er monatelang ausfällt.

Audio:

Torschütze Cemal Sezer
Trainer Rico Schmitt