- Symbolbild: Ein US-Rüstungsunternehmen plant offenbar im Nordosten von Leipzig eine Waffenfabrik zu errichten, um dort Raketen, Marschflugkörper und Langstrecken-Drohnen zu bauen.
Pläne für Waffenfabrik im Norden Leipzigs werden konkreter
Die Pläne für eine neue Waffenfabrik in Leipzig werden konkreter. Ein US-Rüstungsunternehmen will vermutlich an der Radefelder Allee West in Lützschena-Stahmeln Raketen und Marschflugkörper sowie Langstreckendrohnen bauen - bis zu 1.000 Stück im Jahr und womöglich schon ab 2027. Als Erstes hatte die Nachrichtenagentur Reuters letzte Woche darüber berichtet. Der Stadtrat soll wahrscheinlich schon in der kommenden Sitzung am Mittwoch/Donnerstag über eine entsprechende Vorlage zur Nutzungsplanänderung für das Areal abstimmen.
Kritik kommt von den Leipziger Linken: Man werde nicht der Entwicklung eines neuen Industriestandortes zustimmen, wenn dort Waffen gebaut werden, heißt es. „Und warum wurde der Stadtrat bisher nicht über diese Pläne unterrichtet?“, fragen sie. Fraktions-Chefin Franziska Riekewald erklärt dazu: „Erst vor wenigen Wochen kam es zu einem Drohnenangriff am Flughafen Leipzig/Halle. Solche Vorfälle zeigen einmal mehr, zu welcher Gefahr der Umgang - und noch gravierender - die Produktion von Rüstungsgütern führen kann. Auch für die Zivilbevölkerung.“