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Pfarrer Meyer geht in den Ruhestand, bleibt aber in Reichweite

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Es schließen sich Kreise. Als junger Mann begann Anselm Meyer in Zwickau-Marienthal seine Lehre bei der Bahn. Später studierte er Theologie, und nach knapp 30 Dienstjahren endet am Samstag seine Zeit als Pfarrer - in der Pauluskirchgemeinde. Als Ruheständler zieht Anselm Meyer nach Neukirchen, wo er aufgewachsen ist.

Anselm Meyer ist eng verbunden mit der Region Zwickau und mit den Menschen. Er war Pfarrer in Langenbernsdorf und Trünzig und in Zwickau, zuletzt nicht nur für „Paulus“ verantwortlich, sondern für die größere Stadtkirchgemeinde. Er blieb dabei mit den Gemeindemitgliedern immer auf Augenhöhe, war ein mitfühlender Bruder, auch über die Gemeinde- und Kirchengrenzen hinaus.

Unzählige Gottesdienste, Taufen, Beerdigungen und seelsorgerische Gespräche liegen zwischen dem ersten und letzten Arbeitstag als Pfarrer. Anselm Meyer wollte den Mitmenschen helfen, ihren individuellen Kern vor dem Hintergrund des Glaubens zu finden, wie er sagt - dass ihre Seele berührt wird durch Gott und die christliche Gemeinschaft. Und er wollte Menschen mit unterschiedlichen Ansichten und Charakteren zusammenführen und zusammenhalten. Das ist ihm gelungen.

Anselm Meyer unterschied sich von seinen meisten Kollegen darin, dass er sich politisch engagierte: Er ist der Kreisvorsitzende der Freien Wähler Zwickau. Für das Amt steht er weiter zur Verfügung, klebt aber nicht am „Chefsessel“. Und Pfarrer bleibt man eigentlich sein Leben lang - auch im Ruhestand wird Anselm Meyer Gottesdienste feiern, Menschen taufen, als Seelsorger begleiten und beerdigen. Die Verbindung bleibt.

Audio:

Interview mit Anselm Meyer