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„Nur“ 30 Unfall-Tote in und um Leipzig
Erfreuliche Nachrichten von der Leipziger Polizei: Laut dem am Montag vorgestellten Verkehrsbericht ist die Zahl der Verkehrstoten und Verletzten offenbar deutlich gesunken. Erfreulich ist das vor allem deshalb, weil es im vergangenen Jahr in und um Leipzig sogar etwas mehr Unfälle gegeben hat. Insgesamt knapp 24.000. Gleichzeitig sank die Zahl der Unfalltoten im Bereich der Leipziger Polizeidirektion auf 30. Das sind acht weniger als im Vorjahr und so wenige wie seit 17 Jahren nicht mehr, erklärt ein Polizeisprecher.
Die Zahl der Leicht- und Schwerverletzten blieb dagegen ungefähr gleich - was aber angesichts der gestiegenen Unfallzahlen natürlich auch eine positive Nachricht ist.
Mehr Crashs unter Drogeneinfluss
Nicht so schön sind dagegen andere Zahlen aus dem Bericht. Die Entwicklung beim Fahren unter Drogeneinfluss in der Stadt hat Leipzigs Polizeipräsident René Demmler als „besorgniserregend“ bezeichnet. Die Zahl der Unfälle, bei denen der Fahrer berauscht war, sei im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. 123 wurden registriert, das sind 15 mehr als 2024 - also ein Plus von 14 Prozent. Außerdem erwischte die Polizei bei Kontrollen in Leipzig mehr als 1300 Fahrzeugführer mit Drogen im Blut. Die vielen Kontrollen sollen deshalb fortgesetzt werden.
Demmler erklärt zum Verkehrsbericht: „Es ist erfreulich, dass die Zahl der Unfalltoten auf einen historischen Tiefsstand gesunken ist. Dennoch ist jeder Mensch, der im Verkehr sein Leben verliert, einer zu viel“, so Leipzigs Polizeichef. Das zentrale Ziel bleibe natürlich die „Vision Zero“, also dass niemand im Straßenverkehr sein Leben verliert. Wegen der hohen Zahlen bei Fahren unter Drogen kündigte er eine Fortsetzung der „hohen Kontrollintensität“ an.
