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  • Prof. Anja Braune leitet die Abteilung Positronen-Emissions-Tomographie am HZDR und sieht, welche großen Chancen das geplante Ganzkörper-PET für KI-gestützte Bildgebungs- und Analyseverfahren eröffnen wird.

Neuer Meilenstein für Krebsforschung in Dresden

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Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf setzt neue Maßstäbe bei der Krebsforschung. Um Diagnostik und Therapie zu verbessern, wird ein neues Untersuchungsgerät angeschafft, ein sogenannter Ganzkörper-Tomograph. 

Vom Freistaat gibt’s dafür fünf Millionen Euro Fördermittel. Das Gerät hat ein dreimal größeres Sichtfeld als herkömmliche Systeme. Das reduziert die Untersuchungszeit und damit auch die Strahlenbelastung für Patienten. 

Herkömmliche PET-Systeme haben ein Sichtfeld von 15 bis 26 Zentimetern und erlauben die Erfassung größerer Körperabschnitte nur in mehreren aufeinanderfolgenden Bettpositionen. Ganzkörper-PET-Scanner hingegen verfügen über ein axiales Sichtfeld von über einem Meter und ermöglichen damit die gleichzeitige Erfassung nahezu aller Organe des menschlichen Körpers in einer einzigen Aufnahme. 

Damit wird das Team um Prof. Anja Braune, Leiterin der Abteilung Positronen-Emissions-Tomographie am HZDR-Institut für Radiopharmazeutische Krebsforschung, in die Lage versetzt, die räumliche und zeitliche Verteilung von Radiotracern im gesamten menschlichen Körperstamm in hochaufgelöster Form zu analysieren. Die bessere Auflösung erhöht zudem die Erkennbarkeit kleiner Tumorläsionen in frühen Krankheitsstadien.

Das Gerät wird in erster Linie der Forschung dienen, soll aber auch für die klinische Versorgung eingesetzt werden.