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Neuer Anlauf für Sanierung der Lausitzhalle: „Wir bauen auf Sicht“

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Hoyerswerda nimmt erneut Anlauf für die Sanierung der Lausitzhalle. Nachdem der Aufsichtsrat angesichts einer Kostenexplosion um 30 Prozent das Leistungsvergabeverfahren im November aufgehoben hatte, liegt nun ein neues, abgespecktes Konzept vor. Es orientiert sich am ursprünglichen Kostenrahmen von 20 Millionen Euro und den davon zugesagten Fördermitteln von über 18 Millionen Euro. 

Gestrichen wurden die Begrünung des Stadthallendachs und eingekürzt die Effektbeleuchtung. Mit schon investierten Leistungen bleiben die Planer aber immer noch sechs Millionen Euro über dem Budget.  Wolf-Thomas Hendrich, Geschäftsführer der Städtischen Wirtschaftsbetriebe Hoyerswerda, rechnet mit weiteren Kosteneinsparungen während des Baus durch  „günstige Vergabewettbewerbe“. „Wir bauen auf Sicht.“

Saniert werden soll in fünf Abschnitten, jeweils nach dem zur Verfügung stehenden Budget.  Mit dem Saaldach, der Blech- und Glasfassade soll begonnen werden. In den weiteren Abschnitten sind u.a. die Erneuerung der Brandschutz- und Belüftungstechnik, der denkmalgeschützten Foyerdecken, die Modernisierung der Forumsäle und der Atriumtreppe geplant.

Die erste Ausschreibung soll noch in diesem Jahr angestoßen und mit der Sanierung 2027 begonnen werden. Geht der Plan auf, wird Ende 2030 alles geschafft sein. 

Während der Sanierung soll eine komplette Schließung der Lausitzhalle vermieden werden. Als Ausweichspielstätte steht das „Vis-á-Vis“ in der Hoyerswerdaer Altstadt zur Verfügung.

 Das vor über 40 Jahren eröffnete Haus soll auch wieder zum gastronomischen Anziehungspunkt werden, und zwar mit einem Café mit 50 bis 60 Plätzen und einer Rundbar. Dafür  stellen die Städtischen Wirtschaftsbetriebe bis zur 750.000 Euro bereit.

 

Audio:

Projektleiter Roman Frost zum Sanierungsablauf
So sollen weiter Kosten eingespart werden. Wolf-Thomas Hendrich, Geschäftsführer der Städtischen Wirtschaftsbetriebe GmbH
Die Lausitzhalle als bespielbare Baustelle. Geschäftsführer Dir Rolka
Die Lausitzhalle soll auch wieder gastronomischer Anziehungspunkt werden. Geschäftsführer Dirk Rolka