- Der Entwurf von LAP hatte für das Begleitgremium die Nase vorn (Visualisierung)
- Visualisierung
- Der Entwurf von TSSB ist der Liebling der Dresdner bei der Bürgerbeteiligung gewesen
Neue Carolabrücke: Begleitgremium stimmt für diesen Entwurf
Das Begleitgremium für den Neubau der Dresdner Carolabrücke hat am Dienstagabend seine Empfehlung für den Stadtrat ausgesprochen. Wie die Stadt mitteile, hat sich nach stundenlanger Sitzung das Konzept des Planungsteams LAP mit knapper Mehrheit gegen den Vorschlag von TSSB, den Favoriten der Dresdner bei der Bürgerbeteiligung CarolaVote, durchgesetzt.
Der Entwurf von LAP sieht u. a. einen Promenadenweg auf der Brücke und darunter einen Busparkplatz mit großer Freitreppe vor.
Ob dieser Favorit tatsächlich den Zuschlag für den Bau erhält, liegt jedoch in den Händen des Stadtrats, der am 3. September die finale Entscheidung trifft.
Wie geht es dann weiter?
Nach der Entscheidung des Stadtrates soll das ausgewählte Planungsteam Ende September 2026 mit der Planungsstufe 2 beauftragt werden. Ziel ist es, Anfang 2027 einen genehmigungsreifen Entwurf vorzulegen. Dafür wird die Planung weiter konkretisiert und erforderliche Anpassungen eingearbeitet. Im Frühjahr 2027 wird das Ergebnis dem Begleitgremium vorgestellt.
Die Ausschreibung der Bauleistungen soll nach Beschluss des Stadtrates Anfang Oktober 2027 erfolgen. Der Baubeginn ist für Mai 2028 vorgesehen.
Was sagt der Stadtrat?
Die SPD signalisiert bereits Zustimmung, wirbt aber aus Kostengründen weiter für eine zweispurige Variante. Damit seien bei allen Entwürfen massive Einsparungen möglich. Wenn sich der Stadtrat jetzt umentscheide, wären Einsparungen von über 20 Millionen Euro ohne Zeitverlust möglich, sagte uns SPD-Stadtrat Stefan Engel.
Dass nach dem Expertengremium auch das Begleitgremium zur selben Einschätzung gelangt ist, ist nach Ansicht der Linken ein gewichtiges Argument für die abschließende Entscheidung des Stadtrates. Die Fakten liegen auf dem Tisch, erklärte Fraktionschef André Schollbach. Nun sollte zügig entschieden werden.


