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  • Cottbuser Oberbürgermeister Tobias Schick: Sollten die Kassen weiterhin nicht zahlen, behält sich die Stadt rechtliche Schritte und direkte Abrechnungen vor.

Moratorium im Streit um Kostenübernahme von Rettungseinsätzen in Cottbus

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Im Millionenstreit um unbezahlte Rettungseinsätze in Cottbus gibt es vorerst eine Atempause für rund 1.000 Patienten. Die Stadt und die Krankenkassen haben ein Moratorium vereinbart.  Die Stadtverwaltung verschickt vorerst doch keine Gebührenbescheide für Rettungsdiensteinsätze. 

Hintergrund ist ein monatelanger Streit mit den Krankenkassen, die der Stadt noch 13 Millionen Euro aus dem laufenden Jahr schulden.  Oberbürgermeister Tobias Schick hatte gedroht, die Kosten von rund 1.800 Euro pro Einsatz direkt bei den Bürgern einzufordern, damit diese den Druck an ihre Versicherungen weitergeben. Nach einem Krisentreffen im Brandenburger Gesundheitsministerium wurde nun Moratorium vereinbart. 

Schick macht aber klar: Das sei nur eine Übergangslösung. Sollten die Kassen weiterhin nicht zahlen, behalte sich die Stadt rechtliche Schritte und direkte Abrechnungen vor.