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Millioneninvestition für Trinkwasserversorgung

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 Millionen-Investition für sichere Trinkwasserversorgung in der Lausitz. Die Fernleitung „Innerer Ring“ wird modernisiert. Sie verbindet die Versorgungsgebiete der ewag-Kamenz und des Wasserverbandes Lausitz in Senftenberg. Heute Nachmittag ist Start für den ersten, gut dreieinhalb Kilometer langen Bauabschnitt von Lauta-Dorf bis zum Bauwerk Johannisthal.  

Die Kosten betragen rund vier Millionen Euro. Bis Ende dieses Jahres soll der erste Abschnitt geschafft sein.  In den folgenden zwei Jahren ist ein knapp achteinhalb Kilometer langer Abschnitt nach Bernsdorf an der Reihe  Außerdem werden in Lauta-Dorf zwei Edelstahlbehälter mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 4.900 Kubikmetern Reinwasser errichtet. Hinzu kommt eine Druckerhöhungsstation.   

Die Lausitz steht vor einem Problem. Im Wasserwerk Schwarze Pumpe werden die Schieber bald geschlossen. Dort wird  bislang Wasser aus den Kohlegruben gereinigt und abgegeben. Neue Aufbereitungs- und Speicherkapazitäten müssen her.

Zur Sicherung der Wasserversorgung in einem Gebiet von rund 3.200 Quadratkilometer in der Lausitz mit etwa 250.000 Einwohnern soll in den kommenden zehn Jahren ein bestehendes Leitungsnetz aus den 1950er Jahren ertüchtigt werden. Die Kosten werden auf reichlich 100 Millionen Euro geschätzt. Dafür haben  vor vier Jahren sechs Lausitzer Wasserversorger  aus Weißwasser, Spremberg, Kamenz und Tettau im Oberspreewald-Lausitzkreis eine Arbeitsgemeinschaft gebildet.

Durch das Verbundnetz wird nicht nur die Versorgung der Privathaushalte abgesichert, sondern auch dem steigenden Bedarf der Wirtschaft Rechnung getragen, wie z.B. der Industriestandorte wie Schwarze-Pumpe, Schwarzheide und Bernsdorf.Der Bedarf wird noch steigen. Denn weitere Unternehmen werden sich im Zuge des Strukturwandels in der Lausitz niederlassen.