Rosenstraße: Straßenbahn stößt mit LKW zusammen
An der Kreuzung Rosenstraße / Ammonstraße in Dresden ist am Freitagvormittag ein LKW mit einer Straßenbahn zusammengestoßen. Feuerwehr und Rettungskräfte rückten mit einem Großaufgebot an.
Nach Angaben der Feuerwehr gab es fünf Verletzte in der Straßenbahn, die ärztlich versorgt wurden. Es wurde vorsorglich ein sogenannter MANV-Voralarm ausgelöst, damit werden die Krankenhäuser auf einen möglichen Massenanfall von Verletzten vorbereitet. Nachdem die Lage erkundet war, konnte der Voralarm wieder zurückgenommen werden.
„Beide Fahrzeugführer sowie drei Fahrgäste wurden notärztlich versorgt und anschließend mit Rettungswagen in Dresdner Krankenhäuser transportiert“, sagte uns Feuerwehsprecher Michael Klahre. Neben den Fahrern wurden nach derzeitigem Stand drei Männer (30, 66, 81) und eine Frau(76) leicht verletzt. Eine 91-Jährige zog sich schwere Verletzungen zu. Die Schadenssumme wurde mit etwa 50.000 Euro beziffert.
Die Bahn ist aus den Gleisen gesprungen. Deshalb hat die Feuerwehr schwere Bergetechnik angefordert. Der Betrieb auf der Strecke wurde vorübergehend eingestellt, die Linien 10 und 7 werden laut DVB umgeleitet. Von der Ladung des mit Beton beladenen Sattelzuges ging zu keiner Zeit eine Gefahr aus. Auch der Kraftstofftank des Lastkraftwagens wurde bei dem Zusammenstoß nicht beschädigt, sodass keine Betriebsstoffe austraten.
Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zum Unfall insbesondere der Ampelschaltung des Bahnübergangs machen können. Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen.
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Straßenbahn wurde aus den Gleisen gedrückt
Gemeinsam mit den Dresdner Verkehrsbetrieben entwickelten die Spezialistinnen und Spezialisten für Straßenbahnhilfeleistung der Feuer- und Rettungswache Albertstadt eine Strategie zur Bergung des Fahrzeugs. Zunächst wurde die Straßenbahn zurückgezogen, um sie vom Sattelzug zu trennen. Anschließend werden derzeit Hebekissen, hydraulische Hebegeräte sowie eine Verschiebebrücke aufgebaut. Mit diesen Spezialgeräten wird die Straßenbahn kontrolliert angehoben und anschließend Stück für Stück wieder in ihre ursprüngliche Gleislage verschoben, bevor sie abschließend auf den Schienen abgesetzt wird.
Diese technisch anspruchsvollen Maßnahmen müssen mit großer Sorgfalt durchgeführt werden, um weitere Schäden an Fahrzeug und Infrastruktur sowie Gefährdungen für die Einsatzkräfte auszuschließen. Die Feuerwehr Dresden geht derzeit davon aus, dass der Einsatz noch bis in die frühen Nachmittagsstunden andauern wird. Die Rosenstraße bleibt für die Dauer der Einsatzmaßnahmen vollständig gesperrt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.


