++ EIL ++
  • So sehen die Shirts zum Beispiel aus, die seit einiger Zeit in ganz Deutschland an Ortseingangsschildern gehängt oder anderswie befestigt werden.

„Letztes Hemd“ erreicht Leipzig

Zuletzt aktualisiert:

Die Aktion „Letztes Hemd“ hat mittlerweile auch Leipzig erreicht. An mehreren Ortseingangsschildern wurden weiße T-Shirts mit dem Schriftzug „Das letzte Hemd“ angebracht. Die Aktion richtet sich nach Angaben der beteiligten Initiativen gegen die Politik der Bundesregierung und soll auf die aus ihrer Sicht wachsenden Belastungen für Bürger aufmerksam machen.

Auch die Stadt Leipzig kennt die Aktion. Bei den turnusmäßigen Straßenkontrollen seien die T-Shirts an mehreren Ortseingangstafeln festgestellt worden. Beschädigungen oder eine Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit wurden dabei bislang nicht festgestellt. Beschwerden oder Anzeigen im Zusammenhang mit der Aktion liegen der Stadt Leipzig nach eigenen Angaben ebenfalls nicht vor.

Aktion inzwischen bundesweit

Die weißen T-Shirts sind inzwischen in mehreren Bundesländern aufgetaucht. In Schleswig-Holstein wird die Aktion unter anderem der Initiative „Schleswig-Holstein steht auf“ zugerechnet. Medien berichten dort über zahlreiche an Ortsschildern angebrachte Shirts und über Verbindungen zum Protestprojekt „M1llion“.

Auch in Sachsen ist die Aktion inzwischen sichtbar. Die rechtsextremen „Freien Sachsen“ haben Fotos von T-Shirts an Ortseingängen veröffentlicht und ausdrücklich zur Beteiligung an der Aktion aufgerufen.

Verbindung zu „M1llion“

Mehrere Medien sehen einen Zusammenhang zwischen der Aktion und dem regierungskritischen „Projekt M1llion“ beziehungsweise dessen Umfeld. Die Bewegung war zuletzt mit einer Großdemonstration in Plauen in Erscheinung getreten. Auch in Leipzig ist für den 24. August eine Veranstaltung geplant – allerdings keine Demonstration, sondern ein „Großer Dialog über Deutschlands Zukunft“.

Die Urheberschaft der konkret in Leipzig aufgehängten T-Shirts ist bislang allerdings nicht offiziell bestätigt. Sicher ist: Die Aktion wird inzwischen von verschiedenen regierungskritischen Akteuren aufgegriffen und weiterverbreitet.