- Das 7.200 Jahre alte Skelett muss noch ausgegraben werden.
- Es ist laut den Archäologen ziemlich gut erhalten - ob so gut, dass es ins Museum kommt, sei noch nicht klar, heißt es.
- Ausgrabungsleiter Thomas Lukas (39) an dem ältesten, je in Leipzig gefundenen Skelett - an der Hans-Beimler-Straße im Stadtteil Möckern.
- Grabungsleiter Thomas Lukas an der Fundstelle.
- Fünf Archäologen dokumentieren die Ausgrabungsstelle noch bis Oktober (seit Juli).
- Ausgrabungsleiter Thomas Lukas erklärt auf der Karte, dass das Grab direkt neben den Grundrissen eines 30 bis 45 Meter langen Langhauses entdeckt wurde.
- So könnte das über 7.000 Jahre alte Langhaus aus der Jungsteinzeit in Möckern ausgesehen haben.
- Und so könnte das Grundgerüst nach Vorstellung der Archäologen ausgesehen haben.
- So stellen sich die Archäologen das Leben in den über 7.000 Jahre alten Lehmhäusern vor.
- In den riesigen Häusern haben Menschen vermutlich teilweise auch mit Tieren zusammen gelebt.
- Auch Kleidung aus Stoffen sollen sich die Steinzeitmenschen bereits angefertigt haben.
- Für ein Langhaus mussten massenweise Bäume gefällt werden.
- Einige Fundstücke von der Ausgrabungsstelle.
- Gefundene Gegenstände, die beweisen sollen, dass die Menschen damals bereits Stoffe für Kleidung gesponnen haben.
- Die Archäologen beim Arbeiten am Grabungsort.
- Blick auf die Ausgrabungsstätte von oben.
- Die Ausgrabungsstätte gegenüber der Hans-Beimler-Straße 3 in Leipzig, hier soll später eine neue Grundschule gebaut werden.
- Die Grabungsstätte wurde in mehrere Bereiche aufgeteilt.
7200 Jahre! Leipzigs ältestes Menschenskelett in Möckern entdeckt
Einen spektakulären Fund haben Archäologen im Leipziger Stadtteil Möckern gemacht. Bei Ausgrabungen im Vorfeld des Baus einer neuen Grundschule an der Hans-Beimler-Straße entdeckten sie eine etwa 7.200 Jahre alte Siedlung aus der frühen Jungsteinzeit - inklusive des ältesten Grabes, das je im Leipziger Stadtgebiet gefunden wurde.
Beides gehört zur sogenannten linienbandkeramischen Kultur (5.500 bis 4.500 v. Chr.). In dieser Zeit erfolgte die „Neolithisierung“, also die Menschen wurden sesshaft und fingen an, Ackerbau- und Viehzucht zu betreiben. Und oft wurden dann gleich riesige mit Lehm verkleidete Holzhäuser errichtet …
„Das war ein bewegender Moment“
Für den Archäologen und Grabungsleiter Thomas Lukas (39) ist es der bisher größte Fund seines Lebens: „Meine Kolleginen haben das Skelett gefunden, ich hätte gar nicht damit gerechnet.“ Er habe dann auch erst mal einen Tag gebraucht um das Ganze zu realisieren. „Auch, dass wir hier die älteste Bestattung auf dem Gebiet der Stadt Leipzig entdeckt haben.“ Er habe noch nie menschliche Überreste gefunden. „Du untersuchst das Leben unserer Vorfahren und jetzt stehst du mal vor einem. Das war schon ein bewegender Moment.“
Das Skelett sei in einem guten Zustand und müsse noch vorsichtig ausgegraben werden. Ob es es sogar ins Museum schafft, wisse man noch nicht. Gefunden wurde es in gehockter Embryonal-Stellung auf der linken Seite liegen. „Das ist typisch für diese Zeit und hat keine besondere Bedeutung.“ Es lag in einer Grube direkt neben dem Grundrisse eines riesigen, sogenannten Langhauses mit einer Länge von 30 bis 45 Metern. Die Länge sei nicht ganz klar, weil das Ausgrabungsgebiet an einer Stelle endet, wo der Hausgrundriss noch weitergeht. Das Skelett sei so gut erhalten, weil die Böden in Möckern nicht so sauer sind wie anderswo.
Ein fünfköpfiges Team vom Landesamt für Archäologie untersucht das etwa 5.000 Quadratmeter große Areal bereits seit Juli und noch bis Oktober. Entdeckt wurden außerdem noch mehrere weitere Hausgrundrisse (anhand von Gruben) und diverse Steinwerkzeuge. Genauere Ergebnisse des Skeletts soll es nach einer DNA-Analyse im Labor geben. Bisher ist noch nicht mal das Geschlecht bekannt. Aber der Größe nach handelt es sich um einen erwachsenen Menschen.

















