- Mehr als zwei Dutzend Spätis hat die Leipziger Polizei in der Stadt vorübergehend dicht gemacht - im Foto eine Razzia im vergangenen Jahr auf der Eisenbahnstraße (Symbolbild).
Leipziger Polizei macht 26 Spätis wegen Drogenhandel dicht
Sie sind ein Retter für lang arbeitende Menschen, gleichzeitig aber auch ein Ärgernis für Polizei uns Sicherheitsbehörden: die insgesamt rund 30 Spätis in Leipzig. Denn gerade hier würde oft der Drogenhandel florieren, so ein Polizeisprecher. Zusammen mit der Stadt habe man diese daher besonders im Blick - auch weil die schwarzen Schafe ein schlechtes Licht auf die vielen guten Spätverkäufe werfen würden.
Zentrale Rolle beim Heroinhandel in Leipzig
„2025 konnten Fahnderinnen und Fahnder zusammen mit dem Gewerbeamt der Stadt Leipzig 26 Spätverkäufe und Bars versiegeln, die im Heroinhandel eine zentrale Rolle im gewerbsmäßigen Betäubungsmittelverkauf einnehmen“, erklärt Polizeisprecher Olaf Hoppe. „Die längste Verschlusszeit war 126 Tage, im Durchschnitt bleiben die Geschäfte knapp über 40 Tage geschlossen.“ Etwas genauer führt er das noch in dem angehängten Statement dazu aus.
Das Schließen der Läden sei wichtig, da viele mit dem Drogenhandel hohe Gewinne erzielen und man die Drogenhändler so empfindlich treffen könne. Denn allein 2025 sind im Bereich der Leipziger Polizeidirektion elf Menschen infolge von Drogenkonsum gestorben - die meisten davon in der Stadt. Das ist aber, so komisch wie es klingt, sogar eine gute Nachricht. Denn die Zahl sei gegenüber dem Vorjahr auf das Niveau der vergangenen Jahre gesunken.
Insgesamt habe man 2025 in der Leipziger Region knapp 2500 Verstöße registriert, gut 600 weniger als im Vorjahr. Vor allem wegen der sinkenden Fallzahlen (2025: 433, 2024: 1147).
