++ EIL ++

Leipzig setzt im Kampf gegen Spinner jetzt auf Würmer

Zuletzt aktualisiert:

Mit einem neuen Verfahren will die Stadt Leipzig der stark gestiegenen Population des sogenannten Eichenprozessionsspinners Herr werden. Die Raupen bzw. Falter haben zuletzt unzählige Eichen in verschiedenen Leipziger Grünanlagen befallen - unter anderem im Clara-Zetkin-Park, im Friedenspark und auf dem Alten Johannisfriedhof.

Die neue Methode

Neben dem Aussaugen von gefundenen Nestern sollen dieses Jahr spezielle Fadenwürmer („Nematoden“) zum Einsatz kommen. Sie werden an befallenen Bäumen ausgesetzt, dringen dann in die Raupen ein, so dass diese absterben. Für Menschen, Tiere und Pflanzen seien die Würmer ungefährlich, heißt es. Die Anwendung sei umweltschonend und mit der unteren Naturschutzbehörde abgestimmt.

Außerdem bittet das Amt für Stadtgrün und Gewässer um Hinweise zu Fundorten des Eichenprozessionsspinners - möglichst mit Foto und direkt an die Email-Adresse eps@leipzig.de. Weitere Informationen dazu gibts hier.

Darum ist der Eichenprozessionsspinner gefährlich

Die Raupen bzw. Falter sind in Europa heimisch. Bei Kontakt mit den winzigen Brennhaaren oder den Nestern können allergische Reaktionen ausgelöst werden. Zum Beispiel Hautekzeme, Augenreizungen oder Atemprobleme. Auch manche Tiere, besonders Hunde und Katzen, können schwere Reaktionen ausgelöst werden.