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Kundgebung: Solidarität und klare Worte an VW-Vorstand und Politik

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Das VW-Werk in Mosel mit 8.000 Beschäftigten ist ein Koloss und sein Schicksal ungewiss. Aber es geht um viel mehr: Es geht um Zehntausende Jobs, es geht um die ganze Region. Und die hält zusammen und kämpft gemeinsam für ihre Zukunft als Standort der Autoindustrie. Das war die Botschaft der Kundgebung am Montagnachmittag auf dem Zwickauer Hauptmarkt - mit 14 Rednern, mit um die tausend Teilnehmern. Damit verbunden waren Forderungen an den VW-Vorstand und die Politik.

„Es geht nirgendwo vorbei. Wenn hier unten die Lichter ausgehen, geht für ganz Zwickau das Licht aus“, warnte Mike Rösler vom Betriebsrat VW Sachsen, an jedem VW-Job hängen nach seinen Worten fünf Arbeitsplätze in der Zulieferindustrie. Hinzu kommen noch Bäcker und andere Handwerker bis hin zu Kindergärten. „Kein Ball rollt, keine Theaterbühne wird bespielt“, nannte Oberbürgermeisterin Constance Arndt als Folgen, wenn die Automobilbranche hier zusammenbricht.

Elisabeth Kaiser ging noch weiter. „Es betrifft ganz Ostdeutschland“, sagte die Ostbeauftragte der Bundesregierung, „weil hier der industrielle Kern ist“. Über eine Werksschließung nachzudenken, bezeichnete sie als eine Riesensauerei. Sie forderte den Konzernvorstand auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Es brauche Standort-Garantien und verlässliche Investitionen.

Es sei an der Zeit, dass der Vorstand liefere, fand auch Ralf Reinstädtler von der Spitze der IG Metall. Er stellte ähnliche Forderungen und meinte, dass das Unternehmen an der Bürokratie sparen könne oder bei den Management-Strukturen oder bei der Fahrzeugpalette. Von der Politik verlangte Ralf Reinstädtler unter anderem bezahlbare Energie und Schutz für fairen Wettbewerb in Europa.

Mehrmals wurde betont, dass diese Kundgebung der Auftakt ist. Weitere Aktionen folgen, wenn Werke geschlossen und Jobs abgebaut werden sollen.

Audio:

Ralf Reinstädtler, Vorstand der IG Metall
Elisabeth Kaiser, Ostbeauftragte der Bundesregierung