Kündigung zum Jahresende: Modehaus muss schließen
In einem großen Kaufhaus auf der Prager Straße in Dresden gehen demnächst die Lichter aus. Das fränkisch-bayrische Modehaus Wöhrl muss zum Jahresende schließen, nachdem der Eigentümer den Mietvertrag völlig unerwartet gekündigt hat.
Die intensive Suche nach einem neuen Standort sei bisher ohne Erfolg geblieben, sagte uns ein Unternehmenssprecher. Den 25 Mitarbeitern wurde angeboten, nach Chemnitz zu wechseln.
„Wir wären gerne in Dresden geblieben, zumal wir bereits seit 1996 in der Stadt präsent sind und erst vor wenigen Jahren den aktuellen Standort bezogen haben“, kommentiert Wöhrl-Vorstandsvorsitzender Thomas Weckerlein die Entscheidung. „Deshalb werden wir auch weiterhin den lokalen Immobilienmarkt sorgsam beobachten, ob sich neue Chancen bieten. Mit unseren Filialen in Leipzig-Günthersdorf, Plauen und demnächst auch in Chemnitz ist WÖHRL aber auch in Zukunft im Freistaat Sachsen deutlich präsent.“
Nachdem der Vermieter, ein institutioneller Investor, von seinem Kündigungsrecht unerwartet Gebrauch gemacht hatte, hat sich Wöhrl mit dem Betriebsrat der Filiale fair auf die Rahmenbedingungen einer Standortrückgabe sowie auf ein flankierendes Unterstützungsprogramm für die größtenteils langjährig beschäftigten Mitarbeiter verständigt.
