- Spielende Kinder in einer Kita (Symbolbild).
Kritik an geplanten Beitragserhöhungen für Kitas, Krippen und Horte in Leipzig
Nachdem die Stadt Leipzig angekündigt hat, erstmals seit 2018 im kommenden Jahr die Beiträge für Kitas, Krippen und Horte wieder anheben zu wollen, kommt Kritik von den Linken. „Familien dürfen keine Ausfallbürgen für eine falsche Kita-Finanzierung sein“, erklärt Stadträtin Juliane Nagel (47, Linke). „Es ist der Freistaat, der den Kommunen und Eltern endlich mehr unter die Arme greifen muss.“
„Das ist kein Pappenstiel“
„40 Euro mehr für den Krippenplatz im Monat, 25 Euro mehr für den Kindergarten und 10 Euro mehr für den Hort, das ist kein Pappenstiel“, so Nagel weiter. Familien dürften gerade jetzt in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten nicht noch mehr belastet werden. Auch wenn die letzte Anpassung der Gebühren bereits 8 Jahre zurück liegt. Die Linken wollen deshalb demnächst im Stadtrat dagegen stimmen - genau wie im April 2025, „als die Stadt das das letzte Man versucht hat.“
Zudem wollen sich die Linken weiter für eine komplette Gebührenfreiheit einsetzen - finanziert durch den Freistaat. Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern und Berlin würden zeigen, dass das funktionieren kann. Und: „Unterm Strich können die geplanten Mehreinnahmen durch die Elternbeitragserhöhungen die Stadt nicht aus der Finanzierungskrise führen.“ Das Vorgehen der Verwaltung, die Verantwortung auf den Stadtrat abzuwälzen, halte man für „mehr als gewagt“.
